"Die Gita ist mir stets eine Quelle des Trostes gewesen!" (Gandhi)






Shastra = altindische Literatur (Vedas)



Inhalt:

Altndische Literatur und moderne Wissenschaft

Die Bhagavad Gita – Ein wahrhaft grosser Klassiker in der Weltliteratur

Die Bhagavad Gita in der abendländischen Geistesgeschichte

Der Kampf zwischen Wahrheit und Unwahrheit in unserer Psyche

Übersicht und thematische Struktur der Bhagavad Gita




Altndische Literatur und moderne Wissenschaft

Traditionell werden der altindischen Literatur (Vedas) sechs philosophische Systeme zugeschrieben:

1. Nyaya (von Gautama), Vaischeschika (von Kanada), 2. Sankhya (von Kapila), 3. Karma-Mimamsa (von Jaimini), 4. Astanga-Yoga (Jadschnavalkja / Patanjali), 5. Brahma Mimamsa (von Astavakra / Badarajana), 6. Vedanta-sutra, wörtlich: "das Ende, die Schussfolgerung aller Veden" (von Vyasadeva).

Dieses 559 Aphorismen umfassende Vedanta Sutra wurde dann wiederum im dritten Jahrhundert vor Christus interpretiert von Visnuswami, im achten Jahrhundert von Sankara, im elften Jahrhundert von Ramanuja, im zwölften Jahrhundert von Nimbarka, im dreizehnten Jahrhundert von Madhava und im sechzehnten Jahrhundert von Chaitanya Mahaprabhu.



Die parallele Entwicklung der Philosophie und der Kunstwissenschaft, die sich bei Chaitanya vereinigt in Bhakti-Rasa.

Jeder dieser Kommentatoren (Acharias) gründete dann auch eine eigene Schule für ein eigenes philosophisches System, von Advata (Monismus) über Dvaita (Dualismus) bis hin zu Acintya-bheda-abheda-tattva; das unbegreifliche gleichzeitige Eins- und doch Verschiedensein der bedingten Seelen mit Gott (um nur einige dieser Kommentatoren zu nennen). Die Bandbreite dieser philosophischen Systeme reicht von Atheismus bis hin zur einer theistischen Lehre des persönlichen Göttlichen als Ursprung aller Existenz.


Makrokosmos - altindische Kosmologie

In der altindischen Kosmologie der altindische Schriften (z.B. im Rig Veda, in Vishnu Purana, im Bhagavad Purana und im Suryasiddhanta) finden wir erstaunlich genaue Zahlenangaben, welche die Grösse der Planetendurchmesser, die Durchmesser der Planetenumlaufbahnen und sogar auch das zukünftige Alter der Sonne und die Art ihres Vergehens beschreiben, und das, wie schon erwähnt, in über 3000 Jahre alten Schriften, lange bevor die Teleskope erfunden wurden.

Wir finden im 5 Kanto des Bhagavad Purana das Bhumandala, eine literarische Karte der Planetenumlaufbahnen, die sich alle in einer flachen Ebene um die Sonne bewegen und das mit Massangaben!



Die geozentrische Darstellung des Venusorbites, welche auf das Bhumandala projiziert wurde.

Die Planetenumlaufbahnen sind in einer geozentrischen Sichtweise dargestellt (also der Nagel an dem das sich bewegende Modell aufgehängt ist, wurde nicht in die Sonne, sondern in die Erde eingeschlagen, denn das stellt die Sichtweise dar, wie wir sie von der Erde aus haben), so dass alle Planeten (ausser der Erde) immer noch um die Sonne kreisen (im Gegensatz zum falschen mittelalterlichen Europäischen Weltbild wo alle Planeten um die Erde Kreisen). Das ergibt einen sehr komplizierten Bewegungsablauf mit Vor- und Rückwärtsbewegungen der einzelnen Planeten (die wir z.B. von der Astrologie her kennen, wo auch von rückläufigen Planeten gesprochen wird). Deshalb finden wir im Bhagavad Purana die Beschreibung, dass das Sonnensystem einer vielblätterigen Lotusblume gleicht:

Die Durchmesser der verschiedenen Planetenumlaufbahnen sind als "Ringkontinente" (Dvipas) dargestellt, die in altindischen Yojanas (1 Yojana = 8.6 Meilen) vermessen wurden. Wenn wir diese Bewegungen der Planeten in einem Computer ausrechnen und sie über das Bumandala legen, dann erkennen wir, wie die Umlaufbahnen der Planeten die Ränder der "Ringkontinente" mit einer erstaunlichen Genauigkeit tangentieren, so genau dass ein Zufall ausgeschlossen werden kann.

Das oben abgebildete mechanische Modell eines Bhumandala mit den darüber rotierenden Planeten, wurde für den "Temple of Vedic Planetarium" in Indien geplant.

Diese uralte Beschreibung des Bhumandala im 5. Canto des Bhagavad Purana könnte gut der Grund sein, weshalb man in der Antike und im Mittelalter angenommen hat, dass die Erde eine flache Scheibe sei, denn Bhumandala bedeutet wörtlich; das "Erdenmandala" (Bhumi = Erde) und ein Mandala ist nun mal ein flaches zweidimensionale,s symmetrisches Muster - eben eine Scheibe - und all die Planetenumlaufbahnen sind auch nun mal in der Form einer Scheibe der sogenannten Ekliptik. (Ausgenommen Pluto, dessen Umlaufbahn in einem grossen Winkel zur Ekliptik ist, aber die Wissenschaftler benennen bezeichnen Pluto als ein Asteroid, weil er so klein ist.

Die antike Beschreibung der Bhumandala im 5. Canto des alten Bhagavad Purana mag der Grund sein, warum die Menschen in der klassischen Welt und im Mittelalter dachte, die Welt sei flach. Bhumandala bedeutet wörtlich "Erde-Mandala" und ein Mandala ist eine flache, zweidimensionale Muster oder eine Disc und wie wir heutzutage wissen, liegen die Planetenbahnen in der Form einer flachen Scheibe der Ekliptik. (Ausgenommen Uranus, dessen Umlaufbahn ist in einem großen Winkel zur Ekliptik, aber einige Wissenschaftler bezeichnen es als ein Asteroid, weil es so klein ist.) Diese Idee einer flachen Erde wohl von einem Fehler in der Übersetzung gekommen, aber es hat eine nachhaltige Wirkung über tausend Jahren.

Und ob sie es glauben oder nicht, solche Fehler bei der Übersetzung des vedischen Schriften werden auch heute gemacht. Zum Beispiel, in der Übersetzung des Bhagavad Puranas der Hare Krishnas, ist das Wort "Universum" anstelle von "Sonnensystem" verwendet worden und es wird mehrfach in den Erläuterungen erwähnt, dass alle Objekte im Himmel nur von unserer Sonne beleuchtet werden.

Natürlich, wie wir heutzutage wissen, sind es nur die Planeten und andere kleinere Objekte in unserem Sonnensystem, die von der Sonne beleuchtet werden. Die Abmessungen in der alten indischen Literatur bestätigen, dass das Bumandala eine Beschreibung des Sonnensystems und nicht des gesammten Universum ist. Trotzdem gibt es immer noch in unseren Tagen so genannte Gelehrte in den USA, Mitglieder dieser Hindu-Religion, die behaupten dass alle die Sterne am Nachthimmel von unserer Sonne allein angeleuchtet werden und dass es nur eine einzige Sonne im Universum gibt! Sind wir immer noch im Dogmatismus und blindem Glauben, dem wir im Dunkeln Mittelalter begegnet sind? Und diese Dogmatiker bauen für 40 Millionen Dollar einen Temple of Vedic Planterium in Indien um Ihr Weltbild so zu präsentieren. Ist es traurig, oder ist es lustig?



Mikrokosmos - Der feinstoffliche Körper

Die altindische Literatur beschreibt, dass der feinstoffliche Körper, der die Seele bedeckt, also die Psyche, aus vier Schichten besteht.
Von der grobstofflicheren Schicht zur feinstofflichsten sind das:

Citta, Manah, Buddhi, Ahankara.

Das Citta ist zu Vergleichen mit einem Zerrspiegel, der individuel verschieden zerbeult ist von allen möglichen Samskaras (Karmas und Samskaras = Handlungen und Eindrücken) aus vielen Leben. Das, was wir von der Welt sehen ist nur das, was wir auf den Citta-Screen erkennen können, denn das was von den fünf Sinnen "gefilmt" wird, wird immer (solange wir von einem materiellen Körper bedeckt sind) zuerst auf den Citta-Zerrspiegel projiziert und so sehen wir die Welt nicht direkt, sondern wir sehen die Welt anhand der Form unseres Cittas d.h. anders als z.B. ein Tier, denn in jeder Lebensform ist der Citta-Zerrspiegel entsprechend anders geformt, Um ein tagtägliches Beispiel zu nennen, wenn wir z.B. in Indien auf der Strasse oder auf dem Bürgersteig menschlichen Stuhl liegen sehen, dann sind wir davon abgestossen, aber kurz darauf sehen wir ein Schwein, das sich mit Freuden darauf stürzt und über die warme Mahlzeit freut.

Manah (eng. mind) der Geist ist die äusserste Schale des feinstofflichen Körpers. In ihm befindet sich eine riesengrosse Datenbank, und eine dazugehörende die Gefühlswelt, die alle diese Sinneseindrücke anhand von früheren Erfahrungen spontan ablehnt oder als angenehm empfindet.

Buddhi ist die Intelligenz, die das Citta-Zerrbild zu interpretieren versucht und Unterscheidungen macht und uns durch diese Welt der Sinneseindrücke steuert, indem sie Pläne macht und diese wieder verwirft oder verfeinert. Oft wird die Intelligenz vom Ahankara dazu missbraucht falsche Identifikationen philosophisch oder ethisch zu untermauern oder auch um negative Handlungen zu relativieren, aber manchmal wird sie dazu gebraucht um die Illusionen aufzulösen und nach wirklicher Wahrheit zu streben.

Das Ahankara, das falsche Ego, ist die Identifikation mit diesem Spiegelbild im Citta oder das was uns dazu veranlasst uns mit dem Citta-Spiegel zu identifizieren. Ich bin ein Mensch, ein Mann, eine Frau, usw. Da aber der Citta-Spiegel von vielen Samskaras "zerbeult" ist und unsere momentane Lebensform danach geformt ist, können wir weder die Welt erkennen, wie sie wirklich ist, noch uns selber, wie wir als spirituelle Seele wirklich sind.

Dieser feinstoffliche Körper ist nun, bis hin zum Zerrspiegel des Cittas, beeinflusst von den drei Gunas, den drei psychologischen Grundfaktoren der universellen Skala der Ethik, und je nachdem wie sich diese Zusammensetzung der drei Gunas während eines Lebens verändert, gestaltet sich auch der grobstoffliche Körper im nächsten Leben. Mit jeder Handlung und mit jeder Erfahrung/Information hämmern wir ein neues Samskara, also eine neue Beule in den Zerrspiegel des Citta. Sind die Handlungen oder Erfahrungen aber von sattvischer Natur, dann können wir das Hämmern mit einem Karosserie-Ausbeulen vergleichen, denn das Citta-Spiegelbild wird dann immer klarer und so sehen wir durch den Einfluss der Sattva mehr und mehr die Wirklichkeit - Wir sehen unsere klare Reflexion und vermeiden alle falsche Identifikationen.

"Wenn der Geist von einer Person gereinigt ist von den Verunreinigungen von Lust und Gier, von der falschen Vorstellung von "Ich" und "Mein" und von der falschen Identifikation mit dem materiellen Körper, dann transzendiert sie die materiellen Freuden und Leiden und von diesem Moment an kann die Seele sich selber sehen, wie sie selber ist: Immer erleuchtet, nie geteilt aber sehr, sehr klein." (Bhagavad Purana 3.25.17)

Ceto-darpana-marjanam bhava-maha-davagni-nirvapanam (Cc. Antyalila 20.12), "Das Säubern des Zerrspiegel des verschmutzten feinstofflichen Körpers löscht den Waldbrand der materiellen Illusionen".

Die Seele ist spirituell und wir können sie weder mit den materiellen Sinnen noch mit materiellen Instrumenten z.B. Mikroskopen oder Teilchenbeschleunigern erkennen. Die Quantumsphysik erkennt allerdings seit neuestem in ihren Experimenten mehr und mehr die Wirkungen vom "Beobachter", vom Bewusstsein der Seele und auch vom Bewusstsein der Überseele, der Para-atma, dem "Operating-System" der materiellen Welt, das alle Atome und Elektronen verbindet.

Alles was wir Menschen sehen können, sind die Symptome der Seele: Die Lebenskraft, das Bewusstsein, die Individualität und ihre Wirkung auf die materielle Umgebung, auf ihren Bioroboter, den materiellen Körper, oder auf die mechanische Umgebung, zum Beispiel ein Automobil oder ein Flugzeug, das zum "Leben erwacht".

Dieser feinstoffliche Körper hat eine direkte Wirkung auf unseren grobstofflichen Körper, auf unser Gehirn, unsere Hormone, unsere DNA, usw. Das Gehirn ist die komplizierteste und kompakteste pharmazeutische Fabrik, die wir in der modernen Wissenschaft kennen. Fast zeitgleich mit den Gefühlen des feinstofflichen Körpers produziert das Gehirn chemische Kopien von diesen Gefühlen in Form von Neuropeptite und Neurohormone um unseren grobstofflichen Körper zu steuern.

Das Gehirn ist ein superfeines, dreidimensionales Netzwerk, aufgebaut aus unzähligen winzigen neuralen Nervenzellen, es ist eine grobstoffliche Kopie unseres feinstofflichen Körpers und es verändert sich ständig.

Diese Nervenzellen sind wie die Knoten in einem Fischernetz, denn sie haben kleine Zweige, welche sie mit den anderen Nervenzellen in der Nachbarschaft verbinden. Alle diese Knoten oder Nervenzellen sind eine Verbindung zu verschieden abgespeicherten Informationen im grobstofflichen Körper und je nachdem wie die Netzwerkstruktur im Gehirn aufgebaut ist, verbinden uns verschiedene Gefühle mit den verschiedenen abgespeicherten Informationen.

Wenn wir uns bewusst oder unbewusst von verschieden Gedanken, Sinneseindrücken oder abgespeicherten Informationen distanzieren und diese neuralen Verbindungen im Gehirn weniger oder nicht mehr benutzt werden, dann beginnen sich diese Verbindungen zu lösen. Und umgekehrt, wenn neue Gedankengänge unsere Aufmerksamkeit über eine längere Zeit beanspruchen, dann werden neue neurale Verbindungen im Netzwerk des Gehirns geschaffen. Nervenzellen die zusammen elektrisch "feuern" schaffen neue Verbindungen.

Das neurale Netzwerk ist das grobstoffliche Gegenstück zum feinstofflichen Körper des Citta, welches sich ebenfalls synchron zum feinstofflichen Körper verändert. Während aber das neural Netzwerk beim Tode zerstört wird, wandert das Citta, Manah, Buddhi, Ahankara weiter zur nächsten Lebensform. So ist es zu erklären dass Mozart als vierjähriger Junge sehr oft brillante Solo- stellen verschiedener Konzerte im Gedächtnis behielt und sie zu Hause nachspielte. Als sechsjähriger schrieb Mozart dann bereits sein erstes Stück.

Jeder Mensch hat ein Gehirn das unter dem Einfluss der Gunas mehr oder weniger anders "verkabelt" ist, eine Verkabelung, die sich ständig verändert wobei wichtig zu verstehen ist, dass wir die Art der Verkabelung selber beeinflussen können.

Wir bauen selber in unserem Gehirn ein Modell der Welt um uns, wie wir sie sehen und empfinden wollen und zwar einerseits im Abändern der Eindrücke (Samskaras) im feinstofflichen Zerrspiegel des Citta, wie auch gleichzeitig im Abändern des neuralen Netzwerkes des grobstofflichen Gehirns.

In unserem Gehirn befinden sich dann die so genannte Hypothalamus-Fabrik, die Neuropeptite und Neurhormone produziert, die eine exakte grobstoffliche, chemische Kopie unserer feinstofflichen Gefühle sind und die, über die Blutzirkulation and die verschieden Zellen, in unserem Körper verteilt werden.

Glücksgefühle, Depressionen, Anhaftungen, Erregungen, Süchte und schlechte Angewohnheiten sind feinstoffliche und biochemische Sachzwänge, die durch eine falsche oder richtige Verkabelung des neuralen Netzwerks in unserem Gehirn entstehen, welche wiederum durch ein jeweiliges Weltbild d.h. Guna-Orientierung geschaffen worden sind (siehe bei Yoga), welches wiederum durch die Gemeinschaft mit anderen Menschen mit entsprechenden Weltbildern und Guna-Orientierung entstanden ist (siehe bei Shraddha).

Unsere Aufgabe ist es nun, um auf dem Pfad der ethischen Evolution voranzuschreiten, unser Gehirn mehr und mehr auf eine sattvische Art und Weise neu zu verkabeln. Die Wahl unserer Handlungen aber auch unserer Sprache und Worte ist hier schon mal ein guter Anfang. Das Vermeiden von negativen Ausdrücken und eine positive Sprache ist u.a. ein einfaches aber wirksames Werkzeug um unser neurales Netzwerk und unseren Citta-Zerrspiegel zu verbessern.

Auf diese Weise verbessern wir nicht nur unser Gehirn und unser feinstofflicher Körper, sondern wir verbessern auf diese Weise auch unseren gesamten Körper. Wir verbessern auch die Aufnahmefähigkeit für gesundheitsfördernde Stoffe in jeder einzelnen Zelle unseres Körpers. Die Rezeptoren in den Zellen für negative emotionelle Neuropeptite und Neurhormone werden nach jeder Zellteilung mehr und mehr mit positiven Rezeptoren ausgetauscht und die Fähigkeit der Zellen Vitamine, Mineralien usw, aufzunehmen wird ebenfalls verbessert.

Die altindische Literatur beschreibt in den Yoga-Sutras von Patanjali sehr schön wie sich das Feinstoffliche auf das Grobstoffliche auswirkt. Jede grobstoffliche Handlung hat ihren Ursprung in der feinstofflichen Welt der Gedanken. Jeder grobstofflicher Körper hat seinen Ursprung in der feinstofflichen Welt von Guna und Karma. Wenn wir das Citta von all den negativen Eindrücken (Samkaras) mittels positiver, sattvischer Eindrücke reinigen, dann wird dieser Zerrspiegel mehr und mehr geglättet und wir sehen unsere Welt in Form eines klaren Bildes und unsere Mitmenschen und Mitlebewesen und uns selber, wie wir wirklich sind und wie wir handeln müssen.

Die Quantensphysik erkennt mehr und mehr die Wichtigkeit vom Bewusstsein des Beobachters in physikalischen Zusammenhängen und altindische Literatur kann hier, wie wir sehen, einige Denkanstösse liefern. Die Aussage in der Quantensphysik, dass jedes Elektron Bescheid weiss über alle anderen Elektronen, ist eigentlich nichts anderes als eine Definition der Überseele, dem zweiten Aspekt des Absoluten, der in der altindischen Literatur beschrieben wird.

Para-atma ist, als der Wissensaspekt (Cit), das "Operating-System" des materiellen Universums, das in jedem Teilchen der Materie steckt und genau weiss was im Rest des Universums so alles abläuft und das Gleichnis von Aktion und Reaktion (Karma) immer in der Waage hält.

In 1982 an der Universität von Paris hat ein Forschungsteam unter der Leitung von dem Physiker Alain Aspect Untersuchungen durchgeführt, die vielleicht als eines der wichtigsten Experimente des zwanzigsten Jahrhunderts betrachtet werden könnte.

Alain Aspect und sein Team haben herausgefunden, dass unter bestimmten Umständen subatomare Partikel, wie Elektronen in der Lage sind ohne Zeitverzögerung mit anderen Elektronen zu kommunizieren, und das ohne Rücksicht auf die Distanzen die zwischen ihnen liegt, seien es zehn Meter oder zehn Milliarden Kilometer. Irgendwie schien jedes Teilchen zu wissen was die anderen gerade so tun.

Der Physiker der Londoner Universität David Bohm, meint dazu, dass Alain Aspects Entdeckungen zeigen, dass unser Universum eine weitere uns unbekannte Realität besitzt. Er erklärt das Universum sei wie ein riesiges und sehr fein strukturiertes Hologramm.

Ein Hologramm hat die Eigenschaft, im Gegensatz zu einem normalen Foto, dass ale Informationen des aufgenommen Objektes überall vorhanden sind. Wenn ein Hologramm, z.B. eine Rose darstellt, dann können wir dieses Hologramm in kleine Teile schneiden und in jedem Teil dieses Hologramm sehen wir dann, wenn wir es mit einem Laser anleuchten eine vollständige Rose, einfach entsprechend kleiner.

In ähnlicher Weise, glaubt Bohm, dass der Umstand, dass sogar weit verstreute subatomische Teilchen immer in Kontakt miteinander bleiben nicht etwa darauf beruht, dass die Teilchen miteinander Informationen austauschen, sondern dass unsere Sichtweise, "sie seien von einander getrennt" eine Illusion ist.

Er argumentiert, dass in einen höheren Bereich der Realität alle Teilchen nicht etwa individuelle Teilchen sind, sondern in Wahrheit die Erweiterungen desselben fundamentalen Irgendetwas sind und dass alles im Universum miteinander verbunden ist, dieses Irgendetwas das die vedische Literatur als Paramatma bezeichnet.

Bohm ist nicht der einzige Forscher, der Hinweise darauf gefunden hat, dass das Universum ein Holgramm ist. Der Neurophysiologe der Standfort Universität Karl Pribram ist auch überzeugt von dem holographischen Modell der Realität. Pribram benutzt dieses Modell bei der Beschreibung wie die Erinnerungen im Gehirn abgespeichert sind. Seit Jahrzehnten weisen die Forschungen darauf hin, dass Erinnerungen nicht an einem bestimmten Ort gebunden sind, sondern dass sie über das ganze Gehirn verbreitet sind.

Interessant wird es nun, wenn wir Pribram's holographisches Modell mit den Theorien von Bohm zusammenfügen. Wenn es so ist, dass das Universum ein Gemisch von holographischen Frequenzen darstellt, dann ist das Gehirn ein holographischer Empfänger der bestimmte Frequenzbandbreiten empfängt und diese interpretiert und so seine "objektive" Realität erschafft, die aber in Wirklichkeit eine Illusion ist.

Die Religionen des Ostens beschreiben schon seit langem, dass die materielle Welt eine Welt eine Maya, eine Illusion ist. Auch Platon erklärt das in seinem Höhlengleichnis. Und obwohl wir denken, wir sind physische Lebewesen, die durch eine physische Welt gehen, können wir uns eingestehen, dass das nur eine Illusion, eine virtuelle Realität ist.

Viele Forscher, inklusive Bohm und Pribram, sind der Meinung, dass das viele parapsychologische Phänomene viel einfacher zu verstehen sind, wenn wir dieses holographische Konzept verstehen.

Die altindische Literatur geht in diesen physikalischen Fragen aber noch weiter:

In der Quantensphysik fragt man sich oft ob das Lichtpartikel ein Stück Materie ist oder eine Energiewelle. Denn in der einen Form von Experimenten verhält es sich wie Materie und in der anderen Form von Experimenten verhält es sich wie Energie. Dieses scheinbare Paradox finden wir auch in der Lehre des Acintya-bheda-abheda-tattva von Chaitanya Mahaprabhu.

Das unbegreifliche gleichzeitige Eins- und doch Verschiedensein des Energiepartikels von der Energiequelle.

Wie am Anfang dieser Seite hat die altindische Literatur mit ihrer holistischen Sichtweise sogar verschiedene theologische Schulen auf diesem scheinbaren Paradox gegründet: Einerseits die Lehre der Einheit (Advaita) "Ich bin Gott", versteht diese Welt als illusionäre Vorstellung (Maya), und anerkennt nur das unpersönliche Brahman als wirklich.

Und anderseits die Lehre der Zweiheit (Dvaita) "Ich bin ein Diener Gottes", versteht die Dualität dieser Welt als täuschend (Maya), aber dennoch als wirklich, und lehrt die Überwindung dieser Welt der Gegensätze durch den Vorgang, in dem das Lebewesen die Trennung von seinem Ursprung (dem persönlichen Schöpfergott) überwindet.

Die altindischen Überlieferungen betonen manchmal mehr das Ungetrenntsein (Abheda) von Lebewesen und göttlichem Urgrund, an anderen Stellen betonen sie mehr die Getrenntheit (Bheda).

Chaitanya Mahaprabhu (1486-1533) lehrte Bhakti-Yoga, (das Yoga der allumfassenden, spirituellen Liebe) und unterstützte das Acintya-bheda-abheda-tattva; das unbegreifliche gleichzeitige qualitative Eins- und doch quantitative Verschiedensein der Seele (Jiva) mit Gott (Isvara).

Der Begriff unbegreiflich (Acintya) deutet darauf hin, dass wir uns den persönlichen Aspekt des Absoluten, wie er wirklich ist, nicht vorstellen können, wohl aber, dass, wenn er sich uns offenbart, Er sich uns mit Hilfe seiner absoluten Potenz erfahren und verstehen lassen kann (sonst wäre er ja nicht Absolut :-).



Die Bhagavad Gita – Ein wahrhaft grosser Klassiker in der Weltliteratur


Das exakte Alter ist unbekannt, aber es wird in der modernen Wissenschaft davon ausgegangen, dass die Gita älter als 2500 oder 3000 Jahre alt ist ... Erstmals wurde sie im Jahre 1785 von Sir Charles Wilkins in Englische übersetzt.

Wie kurz auf der Titelseite erwahnt ist für unsere spirituelle Entwicklung die freiwillige Orientierung inerhalbe der Matrix der drei Gunas notwendig. Bevor wir nun diese Matrix der drei Gunas (bei Yoga) genauer erläutern, wollen wir eine der Quellen dieser Weisheit anschauen; die Bhagavad-Gita. Die Bhagavad-Gita, das berühmteste Buch der altindischen Literatur widmet drei ihrer achtzehn Kapiteln der Erläuterung der drei Gunas, dieser natürlichen, universellen und zeitlosen Skala der Ethik.

Die Bhagavad-Gita wird von allen traditionellen Schulen des Hinduismus (Sampradayas) akzeptiert. Sie wurde in den verschiedensten Sanskrit-Werken vielfach kommentiert und in alle neuindischen Sprachen übersetzt. Viele Hindus sind der Meinung, dass der persönliche Aspekt des Absoluten (Bhagavan) in der Bhagavad Gita tatsächlich selber gesprochen hat. Wörtlich übersetzt bedeutet Bhagavad Gita: "Der Gesang Gottes". Seien es soziologische, psychologische oder spirituelle Themen, die Bhagavad Gita ist eine wunderbare Zusammenfassung und Erläuterung von vielen zeitlosen d.h. spirituellen Themen, wie wir sie sonst nur selten antreffen.



Als ein gutes Beispiel was für eine hohe Bedeutung die Gita für Gandhi besass, sei angeführt, was er selber zu dieser Schrift sagte ...

"Die Gita ist mir stets eine Quelle des Trostes gewesen. Wenn ich keinen Lichtstrahl mehr sah, dann schlug ich die Gita auf und fand immer wieder einen Vers, der mich aufrichtete. Wenn die vielen Wechselfälle des Schicksals bei mir keine Spuren hinterlassen haben, verdanke ich dies ausschliesslich den erhabenen Lehren der Gita." Oder: "Ich vermag keinen Unterschied zu sehen zwischen der Bergpredigt und der Bhagavad Gita. Was die Bergpredigt veranschaulicht, verwandelt die Gita in eine wissenschaftliche Formel."

Gandhi schreibt über die Entstehung seiner Übersetzung und Erläuterung der Bhagavad Gita in der Einleitung:

"Es war in Kosanai in Almora am 24. Juni 1929, wo ich in Gujarati die Einleitung zu meiner Übersetzung der Gita fertiggestellt habe. Nach dem publizieren ist dann die jeweilige Übersetzung in Hindi, Bengali und Marati erfolgt. Danach war eine englische Übersetzung gefragt und ich beendete diese Übersetzung im Yeravda-Gefängnis." (Zum ersten Mal abgedruckt in Young India 6. 8. 1931)





Die Bhagavad Gita in der abendländischen Geistesgeschichte:


In unserem deutschen Sprachraum wurde das Verständnis über die Bhagavad Gita sehr gefördert durch Wilhelm von Humboldt in den Schriften der Berliner Akademie (1825 - 1826). Der Forscher und Staatsmann bezeichnete die Bhagavad Gita als ...

" ... das schönste, ja vielleicht das einzig wahrhaft philosophische Gedicht, das alle uns bekannten Literaturen aufzuweisen haben", und schrieb an den Publizisten Friedrich von Gentz: Er wisse dem Schicksal Dank dafür, dass es ihn lange genug habe leben lassen, um dieses Werk noch kennenzulernen.

Hier ist eine kurze Darstellung der wichtigsten Stationen aufgeführt, über welche die Bhagavad Gita im Westen, insbesondere im deutschen Sprachraum, Einzug gehalten hat:

- 1785 erste englische Übersetzung von Sir Charles Wilkins (1749–1836, Indologe)

-1808 die Schrift "Über die Sprache und Weisheit der Inder" von Friedrich von Schlegel und ...

- 1823 von seinem älteren Bruder August Wilhelm von Schlegel eine Ausgabe der Bhagavad Gita in lateinischer Übersetzung

- 1826 die Schrift "Über die unter dem Namen Bhagavad Gita bekannte Episode des Mahabharata" von Wilhelm von Humbolt

- Schopenhauer (1788–1860) schreibt über die Bhagavad Gitopanishad: ... "die belohnendste und erhabenste Lektüre, die auf der Welt möglich ist. Sie ist der Trost meines Lebens gewesen und wird der meines Sterbens sein."

- 1869 erste deutsche Übersetzung mit Erläuterung von J. Lorinser

- 1870 Übersetzung in Versen von Robert Boxberge, welche dann im Jahre 1955 neu bearbeitet wurde von Helmut von Glasenapp (1891–1963), einer der grössten Indologen unseres Jahrhunderts.


Helmut von Glasenapp schreibt über die Wirkung der Gita auf die deutsche Geistesgeschichte:

"Kein anderes Werk der Sanskrit-Literatur hat in so hohem Masse das geistige Deutschland beschäftigt. Herder, W. v. Humbolt, Hegel und Schopenhauer haben sich darin vertieft. Diesen ungeheuren Erfolg verdankt das Werk gleichermassen seinem hohen Gedankenflug und der Erhabenheit der ethischen Lehren, die es verkündet, wie der edlen und einfachen Sprache, in der es sie vorträgt."

Von Edwin Arnold aus dem Sanskrit ins Englische übersetzt und 1946 von Franz Hartman ins Deutsche übertragen "Bhagavad Gita, des Erhabenen Sang":

"Es gibt wohl kein Buch in der Welt, welches bei allen, die es kennen, in so hohem Ansehen steht wie die Bhagavad Gita, das Lied von der Gottheit, enthaltend die Lehre von der menschlichen Vollkommenheit im göttlichen Dasein. Auch hat noch jeder, der den Geist des wahren Christentums begriffen hat, dieses Buch als unübertrefflich erkannt."

Herta Martens schreibt in ihrer Einleitung zur Bhagavad Gita, Gesang des Erhabenen (Aus dem Sanskrit übersetzt von , 1947 Bachmair – Starnberg Verlag):

"... all die Weisungen die Krishna Arjuna erteilt, sind nicht nur für diesen allein bestimmt, sondern an jeden gerichtet, der nach innerer Entwicklung und höchster Befreiung von irdischen Banden strebt. Wie jeder Mensch die ihm bestimmte Aufgabe auf rechte Art erfüllen kann, zu seinem eigenen Heil und zum Wohl der Menschheit, das ist der Kern von Krishnas Lehren."

Und Hermann Hesse schrieb über die Gita:

"Das Wunderbare an der Bhagavad Gita ist, dass in ihr eine ungelehrte, erfahrene Weisheit sich als helfende Güte offenbart. Diese schöne Offenbarung, diese Lebensweisheit, diese zu Religion erblühte Philosophie ist es, die wir suchen und brauchen."


Als der Physiker Robert Oppenheimer gefragt wurde, was ihm in den Sinn gekommen ist, als er die erste Atombome explodieren sah, zitierte er aus der Bhagavad Gita aus den Versen 11.13: "... Wenn tausende von Sonnen gleichzeig im Himmel aufstiegen, gliche ihr strahlender Glanz dem Allmächtigen ..." und 11.32: "... Zeit bin ich, der grosse Zerstörer der Welten, ich bin gekommen, um alle Menschen zu vernichten ..."


Weitere Zitate über die Bhagavad-Gita:

"Als ich die Bhagavad-Gita zu las und darüber reflektierte, wie Gott dieses Universums erschaffen hat, erscheint mir alles andere so überflüssig." (Albert Einstein)

"Die Bhagavad-Gita ist eine wahre Schrift des Menschengeschlechts, mehr eine lebendige Schöpfung als ein Buch, mit einer neuen Nachricht für jedes Alter und eine neue Bedeutung für jede Zivilisation." (Sri Aurobindo)

"Das Mahabharata hat alle wesentlichen Bestandteile die notwendig sind um die Menschheit zu entwickeln und zu beschützen und in der Bhagavad-Gita ist der Inbegriff des Mahabharatas, wie Ghee die Essenz der Milch und Pollen die Essenz der Blumen ist." (Madhvacarya)

"Die Gita ist eine der klarsten und umfassendsten Zusammenfassungen und systematische spirituellen Aussagen der immerwährenden Philosophie jemals getan wurden" (Aldous Huxley)

"Am Morgen bade ich mein Verstand in der wunderbaren und Kosmogonalen Philosophie der Bhagavad-Gita, im Vergleich zu denen unsere moderne Welt und ihre Literatur mickrig und trivial erscheinen." (Henry David Thoreau)

"Die Bhagavad-Gita hat einen tiefgreifenden Einfluss auf den Geist der Menschheit durch ihre Hingabe an Gott, die durch Handlungen offenbar wird." (Dr. Albert Schweitzer)

"Ich verdankte einen herrlichen Tag der Bhagavad-gita. Es war das erste der Bücher, es war als ob ein Reich zu uns sprach, nichts klein oder unwürdig, aber grosse, ruhige, konsequente, die Stimme einer alten Intelligenz." (Ralph Waldo Emerson)

"Um auf eine Schöpfung so erhaben wie die Bhagavad-Gita mit vollem Verständnis hinzuzugehen, ist es notwendig, unsere Seele darauf einzustimmen." (Rudolph Steiner)





Der Kampf zwischen Wahrheit und Unwahrheit in unserer Psyche

Die Verse und die Texte, die wir in der altindischen Literatur finden, haben oftmals gleichzeitig mehrere Bedeutungen auf verschiedenen Ebenen, auch z. B. eine Symbolische und seit jeher ist nun die Bhagavad Gita auch symbolisch interpretiert worden.

Die Bhagavad Gita beginnt damit, dass die Armeen der Pandavas und der Kauravas in zwei Schlachtreihen einander gegenüberstehen. Der Held Arjuna sitzt nun in seinem Kampfwagen zwischen den Fronten und diese anspruchsvolle Ausgangslage muss nun auch symbolisch interpretiert werden:

Das Schlachtfeld von Kuruksetra, auf dem sich zwei grosse Heere versammelt haben, stellt die Ausgangslage eines jeden Lebewesens dar: Der Kampf von Gut und Böse, Liebe und Hass, Barmherzigkeit und Selbstbehauptung. Die Pandavas repräsentieren das Wahre, die Kauravas die Unwahrheit. Das Schlachtfeld ist das Feld des Lebens und Arjuna ist die Seele, das Selbst, das in dem Wagen des Körpers sitzt.

Duryodhana repräsentiert das selbstsüchtige Ich mit seinen unzähligen Leidenschaften. Das heisst, in der Situation, in der wir uns in dieser Welt befinden, verfügt das Selbst nicht mehr über die Kontrolle, ist in einer unnatürlichen Situation, die ihr eigentlich wesensfremd ist, und ein falsches Ich hat die Führung usurpiert.

Duryodhana ist bezeichnenderweise blind. Diese Besetzungsmacht hat keine Perspektive als das kurzfristige Geniessen-Wollen und genau in dieser Situation befindet sich nun Arjuna: Er sieht in den gegenüberliegenden Schlachtreihen von Duryodhana Verwandte, Freunde, und selbst seinen Lehrer Drona und er fragt sich: "Wie kann ich gegen sie kämpfen?"

Dies entspricht der gespaltenen menschlichen Natur. Arjuna empfindet, dass er die bevorstehende Schlacht nicht aushalten kann, und in Verzweiflung legt er seine Waffen nieder und sagt: "Ich will nicht kämpfen."

An diesem Punkt kommt sein Wagenlenker Sri Krishna ins Spiel. Die Bildsprache ist klar: Der Wagen ist der Körper, Arjuna die Seele und der Wagenlenker repräsentiert Gott, der alles, selbst unseren eigenen Körper, lenkt. Der Gott, der im Moment der echten Verzweiflung auch als innere Führung erscheint und der Seele Mut zuspricht, sich im Kampf mit einer falschen Natur zu bewähren.

Der denkende Geist will einen Vorwand und einen überzeugenden Glauben als Ausflucht finden um seine Anhaftungen, zu verteidigen. Daher wendet sich Arjuna an Krishna – im Grunde aber versucht er nur sein Gewissen zu beruhigen – indem er Krishna die "reine" Motivation seines Tuns darlegen möchte. Das wird aber von der inneren Führung nicht toleriert und so fordert ihn Krishna auf, "Die Schwäche des Herzens" zu überwinden.

Am Anfang unseres spirituellen Lebens werden unsere dunklen Stellen offenbart, unsere Anhaftungen auf eine solche Weise, dass viele dies nicht ertragen wollen und gleich wieder umkehren. Der Weg der Konfrontation mit sich selbst erscheint ihnen zu mühselig; aber er ist unumgänglich. Ich kann ihn durch meine Ausflucht im Jetzt höchstens auf zukünftige Leben verschieben.

Es ist eine Illusion zu denken, wir können einen unbekannten Feind bezwingen. Deswegen ist das Bewusstwerden unserer Verhaftungen der erste Schritt ihrer Überwindung. Wenn wir uns weigern, unsere Schattenseiten anzuschauen, werden wir von ihnen bestimmt. Durch unser Begegnen mit ihnen beginnen sie, ihren Einfluss einzubüssen.

Und wenn man sie sieht und identifiziert hat, wird man vor die nächste Frage gestellt: wollen wir kämpfen oder nicht. Krishna führt den Wagen unseres Lebens, aber WIR müssen kämpfen. Sind wir bereit, das, was uns in dieser Welt am nächsten und am liebsten war, aufzugeben, wenn es einem höherem Ziel im Wege stehen sollte?

Arjuna wollte anfänglich nicht. Die meisten Menschen wollen dies auch nicht. Deshalb gehen sie nie über das 1. Kapitel der Bhagavad Gita hinaus. Arjuna hatte die gute Eigenschaft, dass er ehrlich genug war, sich selber in Frage zu stellen. Anfänglich wollte er fliehen, dann aber besann er sich und hörte Krishna offen zu - jenseits des Bezugrahmens seiner Anhaftungen, die sonst das Blickfeld ganz reduziert hätten ...




Übersicht und thematische Struktur der Bhagavad Gita


In Bezug zum Ethik-Kapitel weiter unten sind hier die Stellen mit den "Gunas" hervorgehoben

1. Kapitel - Einleitung
A. König Dritharathas Frage (1. Kapitel, Vers 1)
B. Sanjayas Einleitung (1.2-27)
C. Arjunas Zweifel (1.28-42)

2. Kapitel - Zusammenfassung der Gita
A. Weitere Zweifel und Fragen von Arjuna (2.1-10)
B. Jyana (Wissen über die Transzendenz) (2.11-30)
C. Karma-kanda (die Kunst des fruchtbringenden Handelns) (2.31-38)
D. Buddhi-yoga (Yoga der Intelligenz) (2.39-53)
E. Samadhi (Erleuchtung) (2.54-72)

3. Kapitel - Selbstloses Handeln
A. Entsagung oder Arbeit? (3.1-2)
B. Nishkama-karma-yoga (Yoga des selbstlosen Handelns) (3.3-9)
C. Von Karma-kanda zu Nishkama-karma-yoga (3.10-16)
D. Nishkama-karma, als das richtige Beispiel (3.17-28)
E. Handlung im Einfluss der drei Gunas (3.29)
F. Selbstloses und pflichtbewusstes Handeln (3.30-35)
G. Raja-Guna: Nimm dich vor Lust und Zorn in Acht (3.36-43)

4. Kapitel - Jyana: Transzendentales Wissen
A. Anwendung von transzendentalem Wissen (4.1-12)
B. Soziale Schichten im Einfluss der drei Gunas (4.13)
C. Befreiung durch pflichtbewusstes Handeln (4.14-15)
D. Das Verständnis von Karma in Jyana (4.16-24)
E. Die Opfer für transzendentalem Wissen (4.25-33)
F. Die Quelle und Wirkung von transzendentalem Wissen (4.34-42)

5. Kapitel - Handeln in göttlichen Bewusstsein
A. Arjunas Frage: Nichthandeln oder selbstloses Handeln? (5.1)
B. Handeln in Karma-Yoga (selbstloses Handeln) (5.2-7)
C. Karma-Yoga produziert kein Karma (5.8-11)
D. Beschreibung und Eigenschaften des Karma-Yogis (5.12-29)

6. Kapitel - Geisteskontrolle
A. Fortschreiten im Yoga durch Arbeit (6.1-4)
B. Die Yogarudha Stufe (die Stufe der Geisteskontrolle) (6.5-9)
C. Weitere Stufen in der Yoga-Praxis (6.10-32)
D. Notwendigkeit den turbulenten Geist zu kontrollieren (6.35-36)
E. Der Bestimmungsort des erfolglosen Yogis (6.37-45)
F. Der höchste Yogi in der Yoga Leiter (6.46-47)

7. Kapitel - Freiheit durch Erkenntnis
A. Das Yoga des Hörens (7.1-3)
B. Krishnas materielle und spirituelle Energien kennen (7.4-12)
C. Die Welt im Einfluss von den drei Gunas (7.13-14)
D. Die Weisen und die Weniger-Weisen (7.15-19)
E. Diejenigen die Halbgötter oder das Nichts verehren (7.20-25)
F. Illusion - und die Freiheit davon durch Erkenntnis (7.26-30)

8. Kapitel - Bhakti: Allumfassende Liebe
A. Krishnas Antworten auf Arjunas fragen (8.1-4)
B. Sich beim Tod an Gott erinnern (8.5-13)
D. Reine Bhakti (allumfassende Liebe) (8.14-16)
E. Der Vergleich der spirituellen und der materiellen Welten (8.17-22)
F. Die Vormachtstellung von Bhakti (8.23-28)

9. Kapitel - Die Herrlichkeiten von Bhakti
A. Qualifikationen und Disqualifikationen im Hören (9.1-3)
B. Aishvarya-Jyana (Wissen über göttliche Eigenschaften) (9.4-10)
C. Toren lehnen Bhakti ab; göttlich Gesinnte nicht (9.11-25)
D. Die Herrlichkeiten von Bhakti (allumfassende Liebe) (9.26-34)

10. Kapitel - Die göttlichen Mannigfaltigkeiten
A. Das Verstehen von Krishna durch Bhakti (10.1-7)
B. Die Catur-shlokis (die vier zentralen Verse der Gita) (10.8-11)
C. Arjuna will mehr von Krishnas Mannigfaltigkeiten hören (10.12-18)
D. Krishnas Mannigfaltigkeiten (10.19-42)

11. Kapitel - Beschreibung der universalen Form
A. Krishnas Offenbarung der universalen Form (11.1-8)
B. Sanjayas Beschreibung der universalen Form (11.9-31)
C. "Ich bin die Zeit" (11.32-34)
D. Arjunas Gebete (11.35-55)

12. Kapitel - Eigenschaften des Bhakti-Yogi
A. Bhakti ist höher als Unpersönlichkeit (12.1-7)
B. Fortschrittliche Stufen in Bhakti (allumfassende Liebe) (12.8-12)
C. Eigenschaften des Bhakti-Yogi (12.13-20)

13. Kapitel - Arjunas sechs Fragen
A. Arjunas sechs Fragen (13.1)
B. Krishna: Das Tätigkeitsfeld und der Betrachter des Feldes (13.2-7)
C. Der Vorgang des Wissens und der Befreiung (13.8-12)
D. Die Überseele ist das Objekt der Erkenntnis (13.13-14)
E. Para-atma (die Überseele) ist die Quelle der drei Gunas (13.15)
F. Weitere Eigenschaften der Überseele (13.16-13.19)
G. Die ewige Seelen und die Gunas verursachen die Welt (13.20-21)
H. Die Lebewesen geniessen und leiden wegen den Gunas (13.22)
I. Natur (Prakriti), Purusha (Gott) und ihre Vereinigung (13.23-26)
K. Jyana-cacshu (die Sicht des Weisen) (13.27-35)

14. Kapitel - Die Vorherrschaft der Gunas
A. Die Befreiung und Bedingung der Lebewesen (14.1-4)
B. Die reine Seele ist gebunden von den drei Gunas (14.5-9)
C. Die Vorherrschaft einer Guna erkennen (14.10-13)
D. Handeln und Sterben innerhalb der Gunas (14.14-18)
E. Die Gunas transzendieren (14.19-27)

15. Kapitel - Die Beschreibung der materiellen Welt
A. Die Welt beschrieben als Baum des Karmas (15.1)
B. Die Gunas ernähren den Baum des Karmas (15.2)
C. Sich von der materiellen Welt loslösen (15.3-5)
D. Das Lebewesen in der materiellen Welt (15.6-9)
E. Nur der Weise erkennt das Wirken der Gunas (15.10-11)
F. Krishnas Stellung als Erhalter (15.12-15)
G. Zusammenfassung der Vedas und des Vedanta (15.16-20

16. Kapitel - Transzendentale und gottlose Eigenschaften
A. Transzendentale und gottlose Eigenschaften (16.1-6)
B. Der gottlose Charakter (16.7-20)
C. Die Wahl der höchsten Bestimmung (16.21-24)

17. Kapitel - Der Einfluss der drei Gunas
A. Die Gunas bestimmen das eigene Weltbild (17.1-7)
B. Nahrung im Einfluss der drei Gunas (17.8-10)
C. Opfer im Einfluss der drei Gunas (17.11-13)
D. Entsagungen im Einfluss der drei Gunas (17.14-19)
E. Wohltätigkeit im Einfluss der drei Gunas (17.20-22)
F. Schlussfolgerung (17.23-28)

18. Kapitel - Zusammenfassung und vertrauliches Wissen
A. Zusammenfassung der Kapitel 1-6: Karma-teil (18.1-12)
B. Zusammenfassung der Kapitel 13-18: Jyana-teil (18.13-18)
C. Die Gunas kontrollieren alle Aktivitäten (18.19-40)
D. Das Ausführen wesensgemässer Arbeit (18.41-48)
E. Von Jyana-Yoga über Brahman zu Bhakti-Yoga (18.49-55)
F. Arbeit in reiner Bhakti (allumfassende Liebe) (18.56-60)
G. Vertrauliches Wissen über Para-atma (Überseele) (18.61-63)
H. Das vertraulichste Wissen: Die Befreiung von Karma (18.64-66)
I. Die nötige Qualifikation für dieses vertraulichste Wissen (18.67)
J. Studium und Verbreitung der Bhagavad Gita (18.68-71)
K. Arjuna ist gefestigt in Bhakti (allumfassende Liebe) (18.72-73)
L. Sanjayas Segnungen an den Leser der Gita (18.74-78)



Detailliertere Übersicht und kurze Inhaltsangabe
(Wikkipedia hat übrigens auch noch eine ...)

1. KAPITEL - EINLEITUNG
A. EINLEITUNG (1.1-27)
Beide Armeen haben sich auf dem Schlachtfeld aufgestellt und sind auf den Kampf vorbeireitet.
B. ARJUNAS ZWEIFEL (1.28-42)
Arjuna erklärt seine Gründe, weshalb er wünscht, nicht zu kämpfen.

2. KAPITEL - ZUSAMMENFASSUNG DER GITA
A. MEHR ZWEIFEL (2.1-10)
Arjuna gibt noch mehr Gründe an, um nicht kämpfen zu müssen, ergibt sich aber Krishna.
B. JYANA (Wissen über die Transzendenz) (2.11-30)
Krishnas erste Unterweisungen (Jyana): Die Seele kann niemals sterben; der Körper wird nie bestehen bleiben.
C. KARMA-KANDA (2.31-38)
Als Nächstes erklärt Krishna Tätigkeiten im Bewusstsein des fruchtbringenden Handelns (Karma-Kanda).
D. BUDDHI-YOGA UND SELBSTLOSES HANDELN (NISHKAMA-KARMA) (2.39-53)
Krishna erklärt dem Yoga der Intelligenz (Buddhi-Yoga), in welchem wir mit Wissen (Jyana) handeln und nicht daran haften die Früchte dieser Arbeit zu geniessen.
E. SAMADHI (2.54-72)
Durch Tätigkeiten in Buddhi-Yoga, erreichen wir Befreiung von der Materie und den ausgeglichenen Zustand der Samadhi genannt wird.
ZUSAMMENHANG ZWISCHEN KAPITEL ZWEI UND DREI
Im vorhergehenden Kapitel sagte Krishna zu Arjuna er solle alle abscheulichen Tätigkeiten durch Buddhi-Yoga weit von sich fern halten, d. h. dass Arjuna, durch Gebrauch seiner Intelligenz, alle abscheulichen Tätigkeiten vermeiden sollte, und nicht kämpfen sollte. Trotzdem verlangt Krishna von mir, dass ich kämpfe, denkt Arjuna, Das dritte Kapitel beginnt demnach mit Arjunas Bitte, Krishna möge seine scheinbar widersprüchlichen Anweisungen klären.

3. KAPITEL - SELBSTLOSES HANDELN (NISHKAMA-KARMA)
A. ENTSAGUNG ODER ARBEIT? (3.1-2)
Arjuna fragt nun, ob es besser sei von Jyana erfüllt zu sein, oder zu arbeiten, so als ob diese zwei Dinge einander entgegengesetzt wären.
B. NISHKAMA-KARMA-YOGA (3.3-9)
Krishna empfiehlt Nishkama-Karma-Yoga, Tätigkeiten kombiniert mit Wissen (Jyana) und Entsagung (Vairagya) (die Haltung, nicht daran zu haften die Früchte der Tätigkeiten ernten zu wollen). Die Frucht dieser Arbeit sollte zur Zufriedenheit Gottes dargebracht werden. Nishkama-Karma-Yoga erlaubt es der Seele, welche von Natur aus aktiv ist, durch ihre Handlungen in Entsagung (Vairagya) gestärkt zu werden.
C. VON KARMA-KANDA ZU KARMA-YOGA (3.10-16)
Wenn eine Seele nicht fähig ist pflichtgemässe Tätigkeiten in Vairagya auszuführen, ist es besser dem Karma-Kanda-Teil der Veden zu folgen.
D. NISHKAMA-KARMA, UM DAS RICHTIGE BEISPIEL ZU GEBEN (3.17-35)
Pflichtbewusstes Handeln ohne an den Früchten der Arbeit zu haften setzt ein korrektes Beispiel für Andere, weniger Fortgeschrittene, die ein rechtes Beispiel brauchen, wie man seine Pflichten ausführt.
E. NIMM DICH VOR LUST UND ZORN IN ACHT (3.36-43)
Lust (Kama) und Zorn (Kroda), oder ausbeuterische Leidenschaft (Raja-Guna) und zertörerische Unwissenheit (Tama-Guna), verhindern die korrekte Ausführung der Pflicht. So ladet sich eine Seele Sünden (Vikarma) auf. Die Sinne müssen reguliert, und die Intelligenz gestärkt werden, um die Lust zu kontrollieren.
ZUSAMMENHANG ZWISCHEN KAPITEL DREI UND VIER
Im dritten Kapitel haben wir soeben gehört, dass Lust Wissen bedeckt und dass Ignoranz oder Unwissenheit (das Fehlen von Wissen - Jyana) uns mit Anhaftungen bindet. Pflichtgemässe Arbeit in Vairagya wurde empfohlen, um transzendentales Wissen zu erlangen. Nachdem Krishna also Jyana hervorgehoben hat, eröffnet er das vierte Kapitel mit der Erklärung wie man dieses transzendentale Wissen empfangen kann.

4. KAPITEL - JYANA - TRANSZENDENTALES WISSEN
A. TRANSZENDENTALES WISSEN ÜBER KRISHNA (4.1-10)
Transzendentales Wissen über Krishna, welches durch die Schülernachfolge empfangen wird, enthüllt die Wahrheit über Krishna. Wenn eine Seele, diese Wahrheiten kennt und darum bei Krishna Zuflucht sucht wird sie gereinigt und erreicht Krishna.
B. DIE ANWENDUNG TRANSZENDENTALEN WISSENS (4.11-15)
Obwohl Krishna allen die Früchte ihrer Tätigkeiten gewährt, ist Krishna selbst neutral und gibt diese Früchte, gemäss den Wünschen und des karma des Lebewesens. Eine Seele, die Krishna auf diese Weise versteht, bleibt frei von der Bindung durch die Materie.
C. DAS VERSTÄNDNIS VON KARMA AUF DER STUFE VON GYNANA (4.16-24)
Durch die Anwendung von transzendentalem Wissen können wir als Seele, Vairagya- Tätigkeiten in Krishnas Dienst ausführen (Yukta-Vairagya). Diese Tätigkeiten sind akarma, Tätigkeiten ohne Reaktionen, und sind auf der absoluten Ebene. So erklärt Krishna wie Karma als Jyana gesehen werden kann.
D. OPFER FÜHREN ZU TRANSZENDENTALEM WISSEN (4.25-33)
Die Frucht von allen Arten von vedischen Opfern ist transzendentales Wissen, welches zur Befreiung und letztlich zu reinem hingebungsvollem Dienst führt.
E. SCHLUSSFOLGERUNG (4.34-42)
Da Handlungen, die auf transzendentalem Wissen basieren, welches durch die Schülernachfolge empfangen wurde, alle sündhaften Reaktionen auf alle Taten zu zerstören vermag, sollten wir unsere Pflichten, mit verinnerlichtem Jyana, ausführen.
ZUSAMMENHANG ZWISCHEN KAPITEL VIER UND FÜNF
Durch die Erläuterung von transzendentalem Wissen, verherrlichte Krishna Jyana (4.16-18) und sprach von Tätigkeit in Untätigkeit und Untätigkeit in Tätigkeit. Im Text 41 verherrlichte Krishna beides, Jyana und Vairagya. In Text 42 aber, wies Krishna Arjuna erneut zu kämpfen an. Darum wird Kapitel fünf mit einer Frage von Arjuna eröffnet, welche ähnlich ist wie jene, die er am Anfang des dritten Kapitels stellte: Krishna wird Arjunas Frage beantworten, und den Vorgang, um durch Karma-Yoga Befreiung zu erlangen, noch vertiefter erläutern, als er es im dritten Kapitel tat.

5. KAPITEL - HANDELN IN GÖTTLICHEN BEWUSSTSEIN
A. ARJUNAS FRAGE: NICHTHANDELN ODER SELBSTLOSES HANDELN? (5.1)
"Was ist besser, Arbeit mit Hingabe oder die Entsagung von Arbeit?"
B. HANDELN IN KARMA-YOGA (SELBSTLOSES HANDELN) (5.2-7)
Krishna antworted: "Entsagung und selbstlose Tätigkeit in Hingabe führen beide zum Ziel, aber die Entzagung ist nur eine Vorstufe zur Hingabe und die Hingabe führt schneller zum Ziel.
C. KARMA-YOGA PRODUZIERT KEIN KARMA (5.8-11)
Derjenige der selbstlos und mit Hingabe handelt und seine Sinne beherscht, wird nicht vertrickt durch seine Handlungen.
D. BESCHREIBUNG UND EIGENSCHAFTEN DES KARMA-YOGIS (5.12-29)
Die hingegebene Seele erlangt den Frieden, da sie die Früchte ihrer Handlungen Krishna opfert. Sie ist stehts ausgeglichen und sieht alle Lebewesen verbunden mit den Göttlichen.

6. KAPITEL - GEISTESKONTROLLE
A. FORTSCHREITEN IM YOGA DURCH ARBEIT IN VAIRAGYA (6.1-4)
Ashtanga-Yogis, wie auch Nishkama-Karma-Yogis, beschäftigen sich mit Arbeit in vairagya, um fortzuschreiten.
B. DIE YOGARUDHA STUFE: DAS AUFGEBEN VON ARBEIT
Wenn die Geisteskontrolle eines Yogis den Zustand erreicht, wo er die Wohlgesinnten, die Neidischen, die Frommen und die Sünder mit Gleichheit betrachtet, kann diese Seele sogar Nishkama-Karma-Yoga aufgeben.
C. WEITERE STUFEN IN DER YOGA-PRAXIS (6.10-32)
Krishna beschreibt die Praktiken von Ashtanga-Yoga und deren Ergebnisse, yogarudha (der perfekte Zustand) und schliesslich die innere Schau der Überseele.
D. NOTWENDIGKEIT DEN TURBULENTEN GEIST ZU KONTROLLIEREN (6.33-36)
Obwohl die Kontrolle des Geistes zweifellos schwierig ist, ist sie trotzdem essentiell und nur durch ununterbrochene Übung und Vairagya erreichbar.
E. DER BESTIMMUNGSORT DES ERFOLGLOSEN YOGIS (6.37-45)
Erfolglose Transzendentalisten erreichen entweder himmlische Freuden gefolgt von einer aristokratischen Geburt (wenn sie nur ein bisschen fortgeschritten sind) oder die Geburt in einer Familie von weisen Transzendentalisten (wenn sie fortgeschrittener sind), welche ihnen sofortiges weiterführendes Training bringt.
F. DER HÖCHSTE YOGI (6.46-47)
Yogis sind grösser als empirische Forscher, gewinnsuchende Arbeiter und Asketen. Und von allen Yogis, sind diejenigen, die mit festem Glauben Krishna liebevollen Dienst darbringen, die höchsten.
ZUSAMMENHANG ZWISCHEN KAPITEL SECHS UND SIEBEN
Krishna hat im sechsten Kapitel erklärt, dass der Yogi, der am intimsten mit Ihm vereint ist (Mad-Gatenantar-Atmana, im Innern an Ihn denkend). Im siebten Kapitel erklärt Krishna, wie wir Mad-Gatenantar-Atmana werden können.

7. KAPITEL - FREIHEIT DURCH ERKENNTNIS
A. KRISHNA KENNEN LERNEN, DURCH DAS HÖREN ÜBER IHN (7.1-3)
Krishna empfiehlt Arjuna, dass er über seine beiden Energien, die spirituelle und materielle, hört, und er verkündet, dass der Transzendentalist, der ihn erfolgreich erkannt beziehungsweise kennen gelernt hat, sehr selten ist.
B. KRISHNAS MATERIELLE UND SPIRITUELLE ENERGIEN KENNEN (7.4-12)
Krishna, als die Quelle von Beidem, Materie und spiritueller Energie, kann in der Welt gesehen werden, wenn wir alles Existierende als eine Kombination von Krishnas materiellen und spirituellen Energien betrachten. Er ist auch die aktive Essenz von Allem, und obwohl Krishna seinen Energien, den drei Gunas (die materielle Welt, Elemente und Handlungen, durchdringende Grundenergien), nicht untergeordnet ist, ist alles andere in der materiellen Schöpfung durch eine Kombination von Tugend, Leidenschaft und Unwissenheit, den drei Gunas, manifestiert.
C. KRISHNA KONTROLLIERT DIE GUNAS (7.13-14)
Jene, die sich Krishna, dem Kontrollierenden der Gunas, ergeben, werden die Täuschung, die durch diese drei Energien verursacht wird überwinden, und Krishna kennen lernen.
D. DIE NICHT-FROMMEN ERGEBEN SICH NIE- DIE FROMMEN TUN'S (7.15-19)
Vier Arten von Menschen ergeben sich nie, und vier Arten ergeben sich. Von jenen, die sich ergeben, ist der Gyani (eine Seele, die transzendentales Wissen kultiviert), der keine materiellen Wünsche hat, der/die Beste und Seltenste.
E. SICH HALBGÖTTERN UND DEM APERSONALISMUS ERGEBEN (7.20-25)
Jene, die sich den Halbgöttern ergeben, und jene, die die unpersönliche Philosophie vertreten, haben kein Wissen über Krishna und, in ihrer unglücklichen Unwissenheit, ergeben sie sich ihm nicht.
F. VERRÜCKTHEIT- UND FREIHEIT DURCH ERKENNTNIS VON KRISHNA (7.26-30)
Die Verwirrung des Lebewesens wird dadurch verursacht, dass Maya (Illusion) es dazu zwingt Dualität zu sehen. Seine Freiheit wird durch hingebungsvollen Dienst erreicht. Dieser liebevolle Dienst erhebt die Seele über die Dualität. So kann man Krishna, wenn man sich über ihn im hingebungsvollen Dienst bewusst ist, sogar beim Tod erkennen.
ZUSAMMENHANG ZWISCHEN KAPITEL SIEBEN UND ACHT
Krishna erwähnte am Ende des siebten Kapitels gewisse schwierige Begriffe. Arjuna fragt ihn nun über das gerade Gehörte.

8. KAPITEL - BHAKTI: ALLUMFASSENDE LIEBE
A. KRISHNAS ANTWORTEN AUF ARJUNAS FRAGEN (8.1-4)
Arjuna befragt Krishna über dessen Wörter in den letzten zwei Versen des siebten Kapitels: Brahman, Adhyatma, Karma, Adhibhuta, Adhidhaiva, Adhiyajna und wie diejenigen, die sich im hingebungsvollen Dienst betätigen, ihn zur Stunde des Todes kennen können. Folgendermassen antwortet Krishna in Kürze: (1) Brahman ist das unzerstörbare lebende Wesen. (2) Adhyatma, zu dienen, ist die Natur dieses Lebewesens. (3) Karma ist jene Handlung, die durch die Aktion und ihre Reaktion die Ursache für die Entwicklung eines materiellen Körpers bildet. (4) Adhibhuta ist die immer in Umwandlung begriffene materielle Schöpfung. (5) Derjenige, der über alle Halbgötter und ihre Planeten regiert, ist der Adhidhaiva, die universale Form des Herrn. (6) Krishna, ist als Überseele im Herzen aller Wesen und ist Adhiyajna, der Herr aller Opfertätigkeiten.
B. SICH BEIM TOD AN KRISHNA ERINNERN (8.5-8)
Da eine Seele das erreicht wonach sie sich beim Tode sehnt, empfiehlt Krishna Arjuna ohne Abweichung über ihn zu meditieren, seine Aktivitäten ihm zu widmen und somit ihn zu erreichen.
C. SICH AN KRISHNA ERINNERN (8.9-13)
Durch die Meditation über Krishna und seine Eigenschaften, oder durch das Praktizieren von Yoga-Mishra-Bhakti, kann man sich beim Tod an die Persönlichkeit Gottes erinnern und so die spirituelle Welt erreichen.
D. REINER HINGEBUNGSVOLLER DIENST (8.14-16)
Eine Seele, die ohne abzuweichen immer an Krishna denkt, sich immer an Krishna erinnert, da sie ständig im hingebungsvollen Dienst beschäftigt ist, erreicht sehr einfach das Reich des Herrn, weit entfernt von dieser miserablen materiellen Welt.
E. DER VERGLEICH DER SPIRITUELLEN UND DER MATERIELLEN WELT (8.17-22)
Die Materielle Welt, lang-während wie sie zu sein scheint, wird kontinuierlich erschaffen und zerstört. Über diesem Ozean aus Erschaffung und Zerstörung ist Krishnas ewiges Reich, wo er persönlich gegenwärtig ist, und welches nur durch reine Hingabe zu ihm erreicht werden kann.
F. DIE VORMACHTSTELLUNG HINGEBUNGSVOLLEN DIENSTES, UM KRISHNA ZU ERREICHEN (8.23-28)
Um in Krishnas Reich zu gelangen, müssen Yogis gemäss mystischen Vorgängen diese Welt verlassen. Hingegebene Seelen müssen nur in ihrer Hingabe gefestigt bleiben.
ZUSAMMENHANG ZWISCHEN KAPITEL ACHT UND NEUN
Im achten Kapitel hat Krishna erklärt, dass der Ananya Gottgeweihte den Pfad des Lichtes und der Dunkelheit überschreitet. Jetzt wird Krishna erklären wie wir eine solche Seele werden können.

9. KAPITEL - DIE HERRLICHKEITEN VON BHAKTI
A. HÖREN- QUALIFIKATIONEN UND DISQUALIFIKATIONEN (9.1-3)
Diejenigen, die nicht neidisch und gläubig sind, werden durch das Hören dieses vertraulichsten Wissens über ihn, Krishna erreichen. Ungläubigkeit zwingt einen dazu, Geburt und Tod zu erleben.
B. AISHVARYA-JYANA: KRISHNAS BEZIEHUNG ZU DIESER WELT (9.4-10)
Krishna erhält, erschafft und vernichtet den gesamten Kosmos durch seine materielle Energie. Obwohl Krishna der höchste Leiter ist, bewegt sich die materielle Welt trotzdem unabhängig und Krishna bleibt darum neutral und losgelöst.
C. UNWISSENDE LEHNEN BHAKTI AB; GÖTTLICH GESINNTE NICHT (9.11-25)
Weniger vom Glück begünstigte Unwissende, die denken Krishnas Form sei gewöhnlich, werden in ihren Bemühungen erfolglos bleiben (11-12); Mahatmas, die verstehen, dass Krishna eine transzendentale Form besitzt, nehmen bei ihm Zuflucht und verehren ihn (12-14). Schliesslich verehren eigentlich alle, die bei einem Konzept des Höchsten Zuflucht suchen, und es verehren, Krishna, doch sie verehren ihn indirekt. Davon gibt es drei Arten: (1) Ekatvena - die Monisten, verehren sich als eins mit dem Höchsten (11-12). (2) Vishvato-mukham - Verehrer der materiellen, universalen Form sind besser (16-19). (3) Prithakvena - Verehrer der Halbgötter, sind höher situiert als ekatvena.
D. DIE HERRLICHKEITEN HINGEBUNGSVOLLEN DIENSTES ZU KRISHNA (9.26-34)
(1) Wenn jemand Krishna mit Hingabe verehrt - oder ihm sogar die Frucht seiner Arbeit anbietet - wird diese Person von Reaktionen befreit und kommt zu Krishna. Die Verehrung ist einfach und das Ergebnis super-exzellent. (226-28)
(2) Krishna bevorzugt seine Geweihten. Krishna hält eine Gottgeweihte Seele für heilig, sogar wenn sie eine fürchterliche Tat begangen habe sollte, und er berichtigt sie schnell. (29-31)
(3) Alle werden durch hingebungsvollen Dienst gereinigt. Wenn wir immer an Krishna denken, ihm Ehrerbietungen darbringen und ihm unser Leben weihen, werden wir zurück zu Gott gehen, unabhängig davon welche sonstige Position wir inne haben. (32-34)
ZUSAMMENHANG ZWISCHEN KAPITEL NEUN UND ZEHN
Speziell am Ende des neunten Kapitels hat Krishna hingebungsvollen Dienst beschrieben. Um seinen Geweihten zu helfen, weitere Hingabe zu ihm zu erzeugen, beschreibt Krishna nun seine Reichtümer.

10. KAPITEL - DIE GÖTTLICHEN MANNIGFALTIGKEITEN
A. AUFGRUND DES VERSTÄNDNISSES VON KRISHNA, DIENT MAN IHM (10.1-7)
Krishna beschreibt, dass es unmöglich ist seine Herkunft zu kennen, da er der Ursprung von allem ist. (Das, was erschaffen wurde, kann seine eigene Quelle nicht unabhängig davon verstehen.) Eine Seele, die das versteht, dient Krishna mit Hingabe.
B. DIE CATUR-SHLOKI-GITA - DIE VIER ZENTRALEN VERSE (10.8-11)
Krishna beschreibt den Reichtum seiner Position als Quelle von Allem, der Wunsch seiner Geweihten ihn zu lieben und ihm zu dienen und seine eigene Erwiderung auf diesen Wunsch. Die Essenz der Bhagavad-Gita wird in vier Versen genannt: (1) Alle Reichtümer Krishnas sind in Text 8 zusammengefasst. Wenn man diese als die Reichtümer Gottes anerkennt, kann man die Verwirklichung von Text 9,10 und 11 erlangen. (2) Krishna als die Quelle von Allem kennend, können die Gottgeweihten nicht mehr ohne Krishna leben. Sie verehren ihn deshalb mit dem starken Wunsch der in Text 9 beschrieben wird. (3) Krishnas Austausch mit solchen Gottgeweihten wird in Text 10 beschrieben. (4) Echte Intelligenz, die sich über die Unwissenheit, welche seit Millionen von Geburten das Herz der Seele bedeckte, erhebt, wird von Krishna gegeben, wie es in Text 11 beschrieben wird. Der Herr geht in das Herz des Geweihten ein, wie eine Biene in eine Lotusblume.
C. ARJUNA AKZEPTIERT KRISHNAS POSITION UND BITTET DARUM MEHR VON SEINEN REICHTÜMERN ZU HÖREN (10.12-18)
Arjuna weist auf vorhergehende Autoritäten hin und bestätigt, dass Krishna die höchste Persönlichkeit Gottes ist. Dann betet er zu Krishna, mehr Wissen über seine Herrlichkeiten zu erhalten, damit er immer an in denken und sich an ihn erinnern kann; sonst, wie er es früher schon bekannt gab, wird Krishna unerkennbar bleiben.
D. KRISHNAS REICHTÜMER (10.19-42)
Als Erwiderung auf Arjunas Bitte, beschreibt Krishna die bekanntesten seiner unbegrenzten, alldurchdringenden Reichtümer. Nachdem Krishna zweiundachtzig Reichtümer genannt hat, erklärt er zusammenfassend, dass diese Reichtümer nur wenig seiner Herrlichkeit beschreiben, denn er erfüllt und unterhält das gesamte Universum mit nur einem fragmentarischen Teilchen seiner ganzen Kraft.
ZUSAMMENHANG ZWISCHEN KAPITEL ZEHN UND ELF
Nachdem Arjuna Krishna in Kapitel zehn sagen hörte, dass er das gesamte Universum erfüllt und durchdringt, wünscht sich Arjuna nun diese alldurchdringende Form des Herrn zu sehen.

11. KAPITEL - BESCHREIBUNG DER UNIVERSALEN FORM
A. ARJUNAS BITTE UND KRISHNAS BESCHREIBUNG SEINER UNIVERSALEN FORM (11.1-8)
Obwohl Arjuna zustimmt, dass die zweiarmige Form Krishnas die Höchste ist, bittet er Krishna ihm die alldurchdringende, universale Form, von welcher Krishna im zehnten Kapitel gesprochen hatte, zu zeigen. Krishna beschreibt zuerst die universale Form und gibt dann Arjuna die Sicht um sie zu sehen.
B. SANJAYAS BESCHREIBUNG VON ARJUNAS VISION (11.9-31)
Sanjaya beschreibt, dass Krishna Arjuna die nötige Sicht verleiht. Arjuna nimmt dann Krishnas universale Form mit Erstaunen wahr, und er beginnt zögernd zu beschreiben was er sieht. Arjuna sieht zuerst die gesamte Existenz, unermesslich, mit grosser Strahlung an einem Ort in dieser Form (14-19). Zweitens sieht Arjuna Krishnas beängstigende, alles-zerstörende Kalpa-Rupa (Shiva), oder die Form der Zeit. Arjuna fragt dann diese Form, "Was ist deine Mission? Wer bist du?" (20-31)
C. "ICH BIN DIE ZEIT." (11.32-34)
Krishna antwortet: "Ich bin die Zeit, die Zerstörerin der Welt. Die grossen Krieger auf beiden Seiten wurden bereits durch Mich getötet."
D. ARJUNAS GEBETE (11.35-46)
Arjuna betet zitternd zur universalen Form. Er bittet auch um Krishnas Vergebung, dass er ihn, den Herrn, früher, in Unwissenheit, wie einen Freund behandelte. Arjuna bittet dann Krishna ängstlich wieder seine zweiarmige Form, als die höchste Persönlichkeit Gottes, anzunehmen.
E. NUR REINE SEELEN SEHEN KRISHNAS ZWEIARMIGE FORM (11.47-55)
Auf die Bitte Arjunas zieht Krishna seine universale Form zurück (47-48). Dann zeigt er Arjuna zuerst seine vierarmige Form (49-50) und schliesslich seine zweiarmige Form (50-51).
ZUSAMMENHANG ZWISCHEN KAPITEL ELF UND ZWÖLF
Nachdem er von den unschätzbaren unpersönlichen Reichtümern des Herrn gehört hatte, möchte Arjuna nochmals über Hingabe hören, um seine eigene Position zu klären, welche im Gegensatz zu der eines gyanis steht, der der Arbeit entsagt.

12. KAPITEL - EIGENSCHAFTEN DES BHAKTI-YOGI
A. BHAKTI IST HÖHER ALS APERSONALISMUS (12.1-7)
Ein Verehrer des Unpersönlichen ist weniger perfekt und durchläuft grössere Schwierigkeiten als eine Seele, die Krishna mit starkem Glauben und grosser Aufmerksamkeit verehrt. Der Weg der Hingabe ist nicht nur empfohlen weil es leichter ist ihm zu folgen, sondern, weil sich Krishna persönlich darum kümmert seine Geweihten zu befreien.
B. FORTSCHRITTLICHE STUFEN DER HINGABE (12.8-12)
1. Man lebt in Krishna, wenn man seinen Geist und Intelligenz kontinuierlich auf ihn richtet. (8)
2. Man praktiziert die regulierenden Prinzipien von Bhakti-Yoga, um seinen Wunsch, und die Fähigkeit sich an Krishna zu erinnern, zu vergrössern (9).
3. Man bringt seine Arbeit Krishna dar (10).
4. Man bringt die Ergebnisse seiner Arbeit Krishna dar (11).
5. Man kultiviert Meditation und Wissen (12).
C. EIGENSCHAFTEN DIE KRISHNA AN SEINEN GEWEIHTEN MAG (12.13-20)
Krishna mag es, wenn jemand göttliche Eigenschaften hat, und alle die mit Glauben dem Pfad des hingebungsvollen Dienstes folgen, indem sie Krishna zu ihrem höchsten Ziel machen, sind ihm sehr lieb.
ZUSAMMENHANG ZWISCHEN KAPITEL ZWÖLF UND DREIZEHN
Krishna hat in Bg.12.7 versprochen seine Geweihten zu erlösen. Jetzt wird er das Wissen verkünden, welches gebraucht wird um seine Geweihten aus der materiellen Welt zu erheben.

13. KAPITEL - ARJUNAS SECHS FRAGEN
A. ARJUNS SECHS FRAGEN (13.1)
Arjuna bittet Krishna sechs Themen zu erklären: (1) Prakriti (die Natur), (2) Purusha (der Geniesser), (3) Kshetra (das Feld der Tätigkeiten), (4) Kshetra-Gyan (der Kenner des Feldes), (5) Jyana (Wissen und den Vorgang des Wissens), (6) Gyeya (das Objekt des Wissens).
B. KRISHNA ERLÄUTERT DIE AKTIVITÄTEN UND DEN KENNER DES FELDES (FRAGEN 3, 4 UND 5) (13.2-7)
Krishna erläutert das Feld der Tätigkeiten als den Körper, durch welchen sich die Seele, in der ihr zugeteilten Sphäre in der materiellen Welt, betätigt. Krishna erklärt auch, dass die Seele, der Kenner des Feldes, nur über das Wissen seines eigenen Feldes von Aktivitäten verfügt. Krishna selbst, als die Überseele, ist der Kenner aller Felder von Aktivitäten von allen Lebewesen. Das Feld und seinen Kenner zu kennen wird als Wissen bezeichnet.
C. KRISHNA ERLÄUTERT DES WEITEREN DEN VORGANG DES WISSENS UND DER BEFREIUNG (FRAGE 5) (13.8-12)
Jene Aktivitäten, die einer Seele Wissen vermitteln, welches die Begrenzungen ihres Aktivitätsfeldes überschreitet - und deshalb ihr Feld transzendiert - wird der Vorgang des Wissens genannt.
D. KRISHNA ERLÄUTERT DAS OBJEKT DES WISSENS (FRAGE 6) (13.13-19)
Die Seele kann die Überseele, welche das höchste Objekt des Wissens ist, kennen. Nur Gottgeweihte können das Feld der Aktivitäten (den Körper), den Vorgang des Wissens und beides, die Seele und die Überseele, verstehen.
E. KRISHNA ERLÄUTERT PRAKRITI, PURUSHA UND IHRE VEREINIGUNG (FRAGEN 2 UND 3) (13.20-26)
1. Prakriti, Purusha (die "Jiva", oder Kshetra-Gya) und ihre Vereinigung: Die materielle Natur bewirkt alle materiellen Wechsel und Effekte, und das Lebewesen trifft auf gut und schlecht, gemäss den Eigenschaften, die es sich, auf Grund seiner Gemeinschaft mit der materiellen Natur, angeeignet hat (20-22).
2. Paramatma-Purusha (Kshetra-Gya): Die Überseele befindet sich, als Aufseherin, die Erlaubnisgeberin und die höchste Besitzerin, in allen Körpern (23).
3. Ergebnis: Jemand der prakriti (Kshetra-Gya), Purusha (Kshetra-Gya Jiva / Kshetra-Gya Überseele) und deren Interaktionen versteht, erreicht Befreiung von der Geburt in der materiellen Welt.
4. Andere Methoden um Befreiung zu erlangen sind Jyana-, Ashtanga- und Karma-Yoga (25-26).
F. JYANA-CACSHU: DIE SICHT DES WISSENS (13.27-35)
Jene, die den Unterschied zwischen Körper, seinem Besitzer und der Überseele sehen, und die den Vorgang der Befreiung erkennen, können das höchste Ziel erreichen (35).
ZUSAMMENHANG ZWISCHEN KAPITEL DREIZEHN UND VIERZEHN
Krishna hat im dreizehnten Kapitel erklärt, dass das Lebewesen in seinem Aktivitätsfeld gefangen ist. Krishna wird nun die Natur dieser Falle beschreiben - wie sie durch die drei gunas in diesem Feld kontrolliert wird. In anderen Worten, das Wissen, welches in Bg. 13.22 kurz erläutert wurde, wird jetzt ausgeführt.

14. KAPITEL - DIE VORHERRSCHAFT DER GUNAS
A. DIE BEFREIUNG UND BEDINGUNG DER LEBEWESEN (14.1-4)
Nach der Verherrlichung dieses Wissens, über welches er nun sprechen wird, erklärt Krishna, dass durch ihn, den Höchsten Herrn, die materielle Energie mit Lebewesen befruchtet wird.
B. DIE GUNAS BINDEN DIE REINE SEELE (14.5-9)
Krishna erläutert dann, dass das Lebewesen mit der materiellen Energie, durch die drei gunas, Verbindung aufnimmt. Die Energie der Tugend bindet die Seele an Glück, Leidenschaft an gewinnorientierte Tätigkeiten und Unwissenheit an psychische Orientierungslosigkeit.
C. DIE VORHERRSCHAFT EINER GUNA ERKENNEN (14.10-13)
Die Gunas führen, im bedingten Individuum, einen Wettstreit um Vorherrschaft. Wissen entsteht durch Tugend; durch Leidenschaft entsteht Anhaftung, unkontrollierbares Verlangen und intensive Bemühungen; und von Unwissenheit kommt Untätigkeit und psychische Orientierungslosigkeit.
D. HANDELN UND STERBEN INNERHALB DER GUNAS (14.14-18)
Beides, die Ergebnisse der Handlungen einer bedingten Seele und die Ergebnisse nach ihrem Tod sind von einem spezifischen Guna vorherrschend beeinflusst und bringen daher auch die entsprechenden Ergebnisse.
E. DIE GUNAS TRANSZENDIEREN (14.19-27)
Eine Person kann die drei Gunas transzendieren, wenn sie erkennt, dass Alles in dieser Welt durch die gunas stattfindet und wenn sie versteht das Krishnas Tätigkeiten zu den gunas transzendental sind. Krishna erklärt, dass man durch fehlerfreien hingebungsvollen Dienst die Gunas transzendieren kann. So wird man auf die Brahman-Ebene erhoben, von der Krishna die Quelle ist.
ZUSAMMENHANG ZWISCHEN KAPITEL VIERZEHN UND FÜNFZEHN
Am Ende des vierzehnten Kapitels beschrieb Krishna, dass man durch hingebungsvollen Dienst die gunas transzendiert. Um aber Hingabe zu ihm zu erreichen braucht man eine Losgelöstheit gegenüber der materiellen Welt. Krishna beginnt das fünfzehnte Kapitel mit der Erläuterung der Wichtigkeit der Losgelöstheit indem er die materielle Welt mit einem Ashvattha, einem Banyan-Baum, vergleicht. Dann, in Text 6-20, erklärt Krishna purushottama-yoga.

15. KAPITEL - DIE BESCHREIBUNG DER MATERIELLEN WELT
A. SICH VON DER MATERIELLEN WELT LOSLÖSEN (15.1-5)
Man sollte sich von der materiellen Welt, die eine Spiegelung der spirituellen Welt ist, loslösen, und man sollte sich Krishna ergeben und die spirituellen Welt erreichen.
B. SEELENWANDERUNG (15.6-11)
Die materielle Welt zu verlassen und in die spirituellen Welt zu gehen sollte das Ziel jeder bedingten Seele sein. Obwohl alle Lebewesen ewiglich Teile von Krishna sind, kämpfen sie sich, auf der Suche nach Vergnügen, von Körper zu Körper. Transzendentalisten sehen das klar, doch blinde Materialisten können dies nicht sehen.
C. KRISHNAS STELLUNG ALS UNSER ERHALTER (15.12-15)
Krishnas opulente Stellung als unser Erhalter auf beiden, den kosmischen und persönlichen Ebenen - und seine Stellung als der Verfasser des Vedanta (Studien zur Schlussfolgerung allen Wissens) und Kenner der Vedas (die Gesamtheit der altindischen Schriften) - sollten uns zu ihm hinziehen.
D. DIE DREI-SHLOKA-GITA DES WISSENS: EINE ZUSAMMENFASSUNG DER VEDAS UND DES VEDANTA (15.16-18)
1. Bedingte Lebewesen sind fehlbar. Lebewesen in Harmonie mit dem Willen des Herrn sind unfehlbar (16).
2. Über beiden, den fehlbaren und den unfehlbaren, ist die transzendentale höchste Persönlichkeit, die Überseele, die die drei Welten erhält (17).
3. Krishna wird in beidem, in dieser Welt und in den Vedas, als diese höchste Person, die Überseele, gefeiert.
E. KRISHNA ZU KENNEN HEISST ALLES ZU KENNEN (15.19-20)
Wer auch immer Krishnas Stellung erkannt hat, weiss alles, und eine solche Seele beschäftigt sich in Krishnas Dienst. Wenn wir diesen höchst vertraulichsten Teil der vedischen Schriften erkennen, werden wir weise uns diese Erkenntnis bringt uns die Perfektion in all unseren Bemühungen.
ZUSAMMENHANG ZWISCHEN KAPITEL FÜNFZEHN UND SECHSZEHN
Das fünfzehnte Kapitel beschrieb den Banyan-Baum der materiellen Welt. Die Gunas speisen beide, die oberen, glücksbringenden, göttlichen Äste des Baumes und die unteren, degenierenden Äste. Im sechzehnten Kapitel erläutert Krishna zuerst die göttlichen Eigenschaften, die einen auf dem Baum erheben und schliesslich zur Befreiung führen. Er wird auch die dämonischen Eigenschaften, die einen, auf diesem Baum, tiefer treiben, detailliert beschreiben.

16. KAPITEL - TRANSZENDENTALE UND GOTTLOSE EIGENSCHAFTEN
A. TRANSZENDENTALE UND DÄMONISCHE EIGENSCHAFTEN (16.1-6)
Krishna erwähnt zuerst sechsundzwanzig göttliche Eigenschaften und beschreibt dann sechs dämonische Eigenschaften.
B. DIE DÄMONISCHE NATUR (16.7-20)
Um Arjuna zu versichern, dass er die göttlichen und nicht die dämonischen Eigenschaften besitzt, beschreibt Krishna weiterhin die Aktivitäten, die Geisteshaltung und Eigenschaften einer Seele, die dämonische Neigungen hat. Solche boshaften Wesen werfen die Gunas in wiederholten Geburten in scheussliche Lebensformen.
C. DIE WAHL: IN DIE HÖCHSTE BESTIMMUNG ENTFLIEHEN (16.21-24)
Die drei Tore die zur Erniedrigung der Seele und ihrer Verstrickung in einer dämonischen Mentalität führen sind Lust, Zorn und Gier. Alle, die bei gesundem Verstand sind, sollten diese Dinge aufgeben, und sie zur eigenen Reinigung tun, und das höchste Ziel erreichen (21-22). Das heisst, anstatt von Lust, Zorn und Gier kontrolliert zu handeln sollte man in Übereinstimmung mit den Shastras (Schriften) handeln.
ZUSAMMENHANG ZWISCHEN KAPITEL SECHZEHN UND SIEBZEHN
Im sechzehnten Kapitel hat Krishna etabliert, dass die gläubigen Nachfolger der Shastras göttlich sind und, dass die ungläubigen dämonisch sind. In welche Kategorie passt jedoch eine Seele, die mit grossem Glauben etwas anderes befolgt als die Shastras? Ist diese Person in Tugend, Leidenschaft oder Unwissenheit?

17. KAPITEL - DER EINFLUSS DER DREI GUNAS
A. DIE GUNAS BESTIMMEN DEN EIGENEN GLAUBEN UND DIE ART DER VEREHRUNG (17.1-7)
Arjuna erkundigt sich über die Situation von jemandem der Verehrung darbringt aber nicht in Übereinstimmung mit Shastra (Schriften). Krishna erwidert, dass eine Seele, die den shastras nicht folgt, mit ihrem Glauben, den sie gemäss den Erscheinungsweisen erhalten hat, Verehrung darbringt.
B. NAHRUNG IN DEN GUNAS (17.8-10)
Die einfachste Weise, um die Situation einer Person, unter dem Einfluss der Gunas, festzustellen, ist zu beobachten, welche Nahrung sie zu sich nimmt.
C. OPFER IN DEN GUNAS (17.11-13)
Opfer können auch in den gunas ausgeführt werden: pflichtbewusst (Tugend), gewinnorientiert (Leidenschaft) oder verantwortungslos (Unwissenheit).
D. ENTSAGUNGEN IN DEN GUNAS (17.14-19)
Entsagungen können sich auf den Körper, auf das Sprechen und auf den Geist beziehen. All diese Arten von Entsagungen können in Tugend, Leidenschaft oder Unwissenheit ausgeführt werden.
E. WOHLTÄTIGKEIT IN DEN GUNAS (17.20-22)
Auch Wohltätigkeit kann unter dem Einfluss von Tugend, Leidenschaft oder Unwissenheit ausgeführt werden. Die Ergebnisse werden sich voneinander unterscheiden.
F. DIE SCHLUSSFOLGERUNG: OM TAT SAT (17.23-28)
Alle Aktivitäten sind durch die gunas verunreinigt. Dieser Mangel kann jedoch aufgelöst werden, indem man, sogar wenn noch beeinflusst von den gunas, für Krishna handelt: om tat sat. Die Schlussfolgerung lautet, dass, wenn Opfer, Busse und Entsagung ohne Glaube an den Höchsten - ohne ein transzendentales Ziel- ausgeführt werden, sind sie unbrauchbar und vergebens, für dieses wie auch für das nächste Leben.
ZUSAMMENHANG ZWISCHEN KAPITEL SIEBZEHN UND ACHTZEHN
Um das Ziel, sich Krishna zu ergeben, hervorzuheben, wird die Essenz der vorherigen Kapitel nun im letzten Kapitel gelehrt. Krishna beginnt seine Zusammenfassung von all dem was er bereits gesagt hatte durch ständiges Wiederhohlen seiner Anweisung, dass Arjuna den Früchten seiner Tätigkeiten, nicht den Tätigkeiten selbst, entsagen sollte.

18. KAPITEL - ZUSAMMENFASSUNG UND VERTRAULICHES WISSEN
A. ZUSAMMENFASSUNG DER KAPITEL 1-6: KARMA TEIL (18.1-12)
Ein echter sannyasi gibt seine Aktivitäten nicht auf, sondern entsagt ihren Früchten. So schlussfolgert Krishna, dass der Lebensstand der Entsagung (Sannyasa) und die Entsagung der Früchte seiner Tätigkeiten (Tyaga) dasselbe ist. Arbeit auf diese Weise auszuführen ist Entsagung in Sattva-Guna (Tugend).
B. ZUSAMMENFASSUNG DER KAPITEL 13-18: JYANA TEIL (18.13-18)
Um uns zu helfen Tätigkeiten auszuführen, die uns nicht an die Ergebnisse binden, zitiert Krishna Vedanta und analysiert die Aktivitäten. Sie setzen sich aus fünf Faktoren zusammen. Der Hauptfaktor ist die Überseele. Eine Seele, die unter der Führung der Überseele handelt ist von den Reaktionen seiner Handlungen nicht beeinflusst.
C. KARMA (ZUSAMMENFASSUNG DER YOGA LEITER (C-H) DIE GUNAS KONTROLLIEREN DIE AKTIVITÄTEN (18.19-40)
Unsere Arbeit, die sich durch die fünf oben erwähnten Faktoren zusammensetzt, wird von den drei gunas der materiellen Natur diktiert. Das beinhaltet unser Wissen (19-22), Handlungen (23-25), die Handlungen, die wir ausführen (26-28), unser Verständnis (29-32), unsere Entschlossenheit (33-35) und unser Glücksempfinden (36-39). Alle Aktivitäten im Universum sind somit von den drei Gunas der materiellen Natur kontrolliert.
D. VON SAKAMA ZU NISHKAMA-YOGA - FREIHEIT VON REAKTIONEN DURCH DAS AUSFÜHREN WESENSGEMÄSSER ARBEIT (18.41-48)
Obwohl alle Arbeit von den gunas kontrolliert wird, können wir trotzdem von den Reaktionen auf unsere Tätigkeiten frei werden, wenn wir uns, gemäss unserer Natur, als Brahmana, Kshatriya, Vaishya oder Shudra in Nishkama-Karma-Yoga beschäftigen, und den Herrn durch diese Arbeit verehren.
E. VON NISHKAMA DURCH BEFREIUNG ZU HINGEBUNGSVOLLEM DIENST - VERTRAULICHES WISSEN: VON REAKTIONSFREIER ARBEIT DURCH JYANA-YOGA ZUR EBENE DES BRAHMAN UND ZU HINGEBUNGSVOLLEM DIENST (18.49-55)
Eine Seele, die Nishkama-Karma-Yoga praktiziert wird tugendhaft und erhält und erfährt das Wissen, dass sie nicht der materielle Körper ist. Schliesslich erlebt sie die Brahman-Ebene. Wenn wir Krishna auf dieser Ebene, mit Hingabe dienen, werden wir ins Königreich Gottes aufgenommen werden.
F. ARBEIT IN REINEM HINGEBUNGSVOLLEM DIENST (18.56-60)
Eine Seele auf der Ebene der Hingabe sollte unter der Führung des Herrn arbeiten, sich völlig von ihm abhängig sehen und sich völlig über ihn bewusst sein. So wird sie frei von der Kontrolle der Gunas der materiellen Natur.
G. VERTRAULICHERES WISSEN: SICH DER ÜBERSEELE ERGEBEN (18.61-63)
Vertraulicheres Wissen als jenes, dass wir spirituelle Seelen sind, ist das Wissen, dass wir uns der Überseele ergeben sollten.
H. DAS HÖCHST VERTRAULICHSTE WISSEN VON ALLEM: WERDE EINE REINE KRISHNA-GEWEIHTE SEELE (18.64-66)
Denke immer an Krishna, werde Krishnas geweihte, ergebene Seele, verehre Krishna, erweise Krishna all deine Reverenz uns komme so zu Krishna. Ergebe dich Krishna; fürchte dich nicht vor den Reaktionen auf deine Sünden.
I. STUDIEREN DER BHAGAVAD-GITA (18.67-71)
Einer Seele, die dieses Wissen erläutert, ist reiner hingebungsvoller Dienst garantiert. Jene, die die Bhagavad-Gita studieren, verehren Krishna mit ihrer Intelligenz und werden von Reaktionen auf sündhafte Tätigkeiten befreit.
J. ARJUNA IST GEFESTIGT (18.72-73)
Nachdem Arjuna die Bhagavad-Gita gehört hat ist er gefestigt und entschlossen, gemäss den Anweisungen Krishnas zu handeln.
K. SANJAYAS VORHERSAGEN (18.74-78)
In Ekstase denkt Sanjaya an die wunderbare Form von Krishna und sagt den Sieg des höchsten Bogenschützes und des Meisters aller Mystik voraus.



Struktur der Bhagavad-Gita mit den verschiedenen Sprechern

Und den Titeln der verschiedenen Versionen

1. Kapitel: Einleitung - Sanjaya-Darsana - Observing the Armies (Ausprache: j = tsch)
Dritha-rastra 1.1, Sanjaya 1.2 – 1.20, Arjuna 1.21– 1.23, Sanjaya 1.24 – 1.27, Arjuna 1.28 – 1.46, Sanjaya 1.47

2. Kapitel: Zusammenfassung der Gita - Sankhya-Yoga - Yoga through the Principle of Analysis
Sanjaya 2.1, Krishna 2.2 – 2.3, Arjuna 2.4 – 2.8, Sanjaya 2.9 – 2.10, Krishna 2.11 – 2.53, Arjuna 2.54, Krishna 2.55 – 2.72

3. Kapitel: Selbstloses Handeln - Karma-Yoga - Yoga through the Principle of Action
Arjuna 3.1 – 3.2, Krishna 3.3 – 3.35, Arjuna 3.36, Krishna 3.37 – 3.43

4. Kapitel: Transzendentales Wissen - Jnana-yoga - Yoga through Transcendental Knowledge
Krishna 4.1 – 4.3, Arjuna 4.4, Krishna 4.5 – 4.42

5. Kapitel: Handeln im göttlichen Bewusstsein - Karma-Sannyasa-Yoga - Yoga through the Renunciation of Action
Arjuna 5.1, Krishna 5.2 – 5.29

6. Kapitel: Geisteskontrolle - Dhyana-Yoga - Yoga through Meditation
Krishna 6.1 – 6. 32, Arjuna 6.33 – 6.34, Krishna 6.35 – 6.36, Arjuna 6.37 – 6.39, Krishna 6.40 – 6.47

7. Kapitel: Freiheit durch Erkenntnis - Vijnana-Yoga - Yoga through Realisation of Transcendental Knowledge
Krishna 7.1 – 7.30

8. Kapitel: Bhakti (allumfassende Liebe) - Taraka Brahma-Yoga - Yoga with Parabrahma
Arjuna 8.1 – 8.2, Krishna 8.3 – 8.28

9. Kapitel: Die Herrlichkeiten von Bhakti - Raja-Guhya-Yoga - Yoga through the Most Confidential Knowledge
Krishna 9.1 – 9.34

10. Kapitel: Krishnas Mannigfaltigkeiten - Vibhuti-Yoga - Yoga through Appreciating the Opulences of Sri Bhagavan
Krishna 10.1 – 10.11, Arjuna 10.12 – 10.18, Krishna 10.19 – 10.42

11. Kapitel: Beschreibung der universalen Form - Visvarupa Darsana-Yoga -Yoga Through Beholding the Lord's Universal Form

Arjuna 11.1 – 11.4, Krishna 11.5 – 11.8, Sanjaya 11.9 – 11.14, Arjuna 11.15 – 11.31, Krishna 11.32 – 11.34, Sanjaya 11.35, Arjuna 11.36 – 11.46, Krishna 11.47 – 11.49, Sanjaya 11.50, Arjuna 11.51, Krishna 11.52 – 11.55

12. Kapitel: Eigenschaften des Bhakti-Yogi - Bhakti-Yoga - The Yoga of Pure Devotional Service
Arjuna 12.1, Krishna 12.2 – 12.20

13. Kapitel: Arjunas sechs Fragen - Prakrti-Purusa-Vibhaga-Yoga – Yoga of the Distinction between Material Nature and Enjoyer
Krishna 13.1 – 13.34

14. Kapitel: Die Vorherrschaft der Gunas - Guna-Traya-Vibhaga-Yoga - The Yoga of Understanding the Three Modes
Krishna 14.1 – 14.20, Arjuna 14.21, Krishna 14.22 – 14.27

15. Kapitel: Die materielle Welt beschrieben - Purusottama-Yoga - Yoga Through Understanding the Supreme Person
Krishna 15.1 – 15.20

16. Kapitel: Transzendentale & dämonische Eigenschaften - Daivasura Sampada-Yoga – Yoga of Discerning Divine & Demonic
Krishna 16.1 – 16.24

17. Kapitel: Der Einfluss der drei Gunas - Sraddha-Traya-Vibhaga-Yoga - Yoga Through Discerning the Three Types of Faith
Arjuna 17.1, Krishna 17.2 – 17.28

18. Kapitel: Zusammenfassung und vertrauliches Wissen - Moksa-Yoga - The Yoga of Liberation
Arjuna 18.1, Krishna 18.2 – 18.72, Arjuna 18.73, Sanjaya 18.74 – 18.78
















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Wie haben übrigens auch noch eine interessante Bibliothek mit altindischen Schriften und Biografien von diversen indischen Heiligen.
Es ist Lesestoff für mehrere Leben! Über 10 Gigabyte Textfiles und dazu ein paar hundert Stunden d.h. über 100 Gigabyte Audiovorträge im MP3 Format zur weiteren Erläuterung ...