In der altindischen Philosophie wird das Horoskop als eine Art Gefängnis betrachtet, aus dem es auszubrechen gilt.
Wie wir im Bild unten sehen, wird das vedische Horoskop deshalb nicht rund dargestellt wie das westliche, sondern es ist viereckig.
Das Horoskop sollte als eine Landkarte betrachtet werden, die uns durch ein manchmal schönes und manchmal ein gefährliches Land führt, aber das wir, wenn wir in unsere spirituelle Heimat heimkehren, bald einmal hinter uns lassen werden.
Wenn es hilft, die Gefängniszelle zu studieren, um aus ihr auszubrechen, dann ist das von Vorteil, aber niemals sollten wir uns mit den im Horoskop beschriebenen Krankheiten oder sonstigen Unzulänglichkeiten identifizieren und als das wirkliche Selbst betrachten werden. Wir sind es nicht!
Die zwölf Sternzeichen finden sich auch in der vedischen Astrologie wieder, aber es kommen noch die 27 Nakshatras hinzu. Die Nakshatras sind eine feinere Einteilung der Ekliptik in 27 lunare Sterngruppen in der traditionellen indischen Astronomie und Astrologie. Die Stellung des Mondes in den Nakshatra spielt in der indischen Astrologie Jyotish eine wichtige Rolle. So ist nicht wie in der westlichen Astrologie die Sonne als bevorzugter Planet anzusehen, sondern der Mond (Chandra). Seine Position im Horoskop, was Janma Kundali genannt wird, zeigt den eigentlichen Geburtsstern und seine damit verbundenen Bedeutungen an in dieser vedischen Wissenschaft. Prinzipiell kann man auch feststellen, dass zwischen der westlichen und vedischen Astrologie es einen weiteren prägnanten Unterschied gibt. Vedische Astrologie orientiert sich am Lauf des Mondes und somit am siderischen Kalender, westliche Astrologie hingegen am Lauf der Sonne, also dem Solarkalender. (Der siderische Sternkreis, der vom tropischen (westlichen) zurzeit um beinahe 24 Grad abweicht. Der siderische Sternkreis ist aus astronomischen Gründen, im Gegensatz zum tropischen Sternkreis, nicht statisch.)
Um den negativen Einfluss eines Planeten zu schwächen, verwenden wir die Bilder eines bestimmten Heiligen an dem entsprechenden Finger. Kontaktieren Sie uns dazu ... es funktioniert sehr gut.
Zusammengefasst haben wir im Karma Uhrwerk der vedischen Astrologie neben den Planeten; die 12 Sternzeichen, die 27 Sternbilder (die Naksatras), die 12 Häuser, welche sich je nach Geburtszeit gegenüber den Sternzeichen verschieben und dann hat jedes vedisches Geburthoroskop noch seine ganz eigenen Periodenliste der Planetenkräfte (die Dashas), die Transitplaneten, die um das Ganze vor- und rückwärts herumkreisen und noch einiges mehr. Wir sehen, das Kombinationsschloss an einem Tresor, das aus mehreren Rädchen besteht, ist im Gegensatz dazu ein relativ einfacher Mechanismus. Noch komplizierter wird es dann bei den Partnerschaftshoroskopen, wo man zwei Geburtshoroskope miteinander vergleicht, die sich gegenseitig ebenfalls beeinflussen können. Nicht ohne Grund wird die Astrologie im alten Indien als eine göttliche Kunst betrachtet und man nennt sie auch: "Das Auge Gottes".
"Nichts ist unheilbar!" (Bruno Gröning)



Jyotish = Vedische (altindische) Astrologie
Jyotish ist der indische Begriff für die vedische Astrologie und
wird oft auch als das "Auge Gottes" benannt. Ein vedisches
Geburtshoroskop
ist absolut individuell. Es hat nichts zu tun, mit
dem was sie in der Horoskopspalte
der Zeitschriften finden. Es wird berechnet aus folgenden Daten:
a) Geburtstag ---
b) Geburtszeit (möglichst genau!) ---
c) Geburtsort
Wozu ist die vedische (altindische) Astrologie?
Wie schon im Kapitel Karma erwähnt können wir die astrologischen (d.h. karmischen) Einflüsse mit Winden vergleichen, die zwar einen starken Einfluss auf ein Segelschiff haben, aber dennoch seinen Kurs nicht bestimmen, denn der erfahrene Segler weiss, wie man z.B. 90 Grad zum Wind segelt oder gar gegen die Winde aufkreuzen kann. Gegen den Wind aufkreuzen ist sicherlich mühsamer und langsamer als mit dem Wind zu segeln, aber wenn der Wind nicht von der geigneten Seite bläst, dann ist es notwendig, das zu tun.
Gerade bei Partnerschafts-Analysen ist der Vergleich der Astrologie mit den Wettergeschehen nützlich, denn wir wissen, was mit den Isobaren (Luftdrucklinien) passiert, wenn ein Hochdruckgebiet auf ein Tiefdruckgebiet stösst: Die Isobaren werden zusammengedrängt und es gibt Sturmwinde, gegen die manchmal auch der beste Segler nicht mehr aufkreuzen kann. Passende Partnerschafts-Horoskope zweier Menschen sind in diesem Zusammenhang wie ein ausgeglichenes Wetter und förderlich für körperliche, geistige und spirituelle Entfaltung der Menschen.
Vedische Astrologie ist eng verwand mit dem Karma- und Reinkarnationsgedanken. Die Astrologie zeigt die Grösse und die Form des karmischen Freiheits- und Erkenntnisradius auf, in dem wir uns im Moment befinden und wir können diesen Freiheitsradius mehr oder weniger beeinflussen, je nachdem wir uns in diesen Gesetzmässigkeiten auskennen. Das Ausmass des karmischen Freiheitsradius kann man auch als das Ausmass der Illusion oder der Bedingtheit bezeichnen, in der wir uns befinden.

Zeit zum Aussteigen?
Vedische Astrologie ist z.B. sichtbar an den Stellungen der Planeten im Geburtshoroskop, aber auch in den Händen des Menschen (Handlinien, Berge, Täler usw.). Das zeigt, dass wir spirituelle Individuen in einer Art "Virtual-Reality" sind, in einem Computer-Lernprogramm und dass das Sonnensystem so etwas wie ein riesengrosses Karma-Uhrwerk ist, das uns umgibt und die Form unseres karmischen Freiheitsradius ständig verändert.
Unsere Körper sind so etwas wie Bioroboter, mit denen wir dieses Spiel spielen und dass die Handlinien mit den Planeten übereinstimmen, das ist doch eine Beweisführung für die Existenz Gottes oder einer ordnenden, kosmischen Intelligenz - ein Didaktisches (lehrendes) Operating System (DOS)?

Das Ziel des Lebenspiels ist nun das Heraustreten aus der Illusion, das Erweitern unseres karmischen Erkenntnis- und Freiheitsradius und das Beenden der Reinkarnation. Wenn wir dieses Ziel in diesem Leben erreichen, ist das gut und wenn wir dieses Ziel in diesem Leben nicht erreichen, dann ist das auch gut - solange wir weiterhin auf dieses Ziel hinstreben. Die Astrologie kann uns aufzeigen, wo sich im Moment in unserem feinstofflichen Körper (Psyche) die Baustelle befindet, an der wir arbeiten müssen.
Wenn wir die Astrologie auf diese Weise anwenden, dann haben wir sie richtig angewendet. Das ist der altindische Fokus, mit dem wir an die Astrologie herangehen sollen. Die Zukunftsdeutung ist mit der Astrologie auch möglich, aber bei Spiritualisten, welche daran sind sich aus der Illusion zu befreien, doch sehr ungenau, da sie ihr unmanifestiertes Karma (Apa-rapta-Karma) stark abändern. Das manifestierte Karma (Pa-rapta-Karma im grob- und feinstofflichen Körper) ist schon wesentlich schwieriger abzuändern und hier heisst es: "Wir müssen das Beste aus einem schlechten (d.h. guten) Geschäft machen". Andererseits wenn wir uns ganz klar auf die Spiritualität konzentrieren, dann heisst es auch: "Nichts ist unheilbar!"
Bei Spiritualisten, d.h. bei Menschen, die sich auf die heilige Kraft einstellen, lässt sich zwar die tendenzielle Richtung der oben genannten Winde noch voraussagen, aber es kann sein, dass sie, wenn sie sich mit ihrer wirklichen spirituellen Identität und Aufgabe verbunden haben, z.B. von der Wirkung der Transit-Planeten völlig unberührt sind. Sie werden somit im wahrsten Sinne des Wortes "transzendental".

Was ist vedische (altindische) Astrologie?
Die Einflüsse, unter denen wir uns befinden, sind die Positionen der Planeten in unserem Geburtshoroskop, plus die sich über das Geburtshoroskop bewegenden Transit-Planeten und vieles mehr. Die Transit-Planeten sind es, die, je nach ihrer Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung, einen schnelleren oder langsameren, d.h. verändernden Einfluss auf das Individuum haben - und das nur auf jeweils das eine Individuum, denn, wie gesagt, die Geburtshoroskope sind alle verschieden.
Hier sind einige Beispiele von Talismanen, die den Einfluss der Sonne, Merkur, Venus, Mond, Mars, Jupiter und Saturn steigern.
Für weitere Infos auf die zu gehen
www.agt-gems.com






Das Sonnensystem wird in den altindischen Schriften mit einer kosmischen, vielblättrigen Lotusblume verglichen ...
und wenn wir das untere Bild der sich "vorwärts" und "rückwärts" bewegenden Transit-Planeten anschauen, dann verstehen wir das besser ...
Heliozentrische Perspektive auf das Sonnensystem, wie es in der Astrologie verwendet wird:
Die Durchmesser der verschiedenen Planetenumlaufbahnen sind im fünften Kanto des Bhagavad Puranas literarisch als "Ringkontinente" (Dvipas) dargestellt, die in altindischen Yojanas (1 Yojana = 8.6 Meilen) vermessen sind. Wenn wir diese Bewegungen der Planeten in einem Computer ausrechnen und sie über das Bumandala legen, dann erkennen wir, wie die Umlaufbahnen der Planeten die Ränder der "Ringkontinente" mit einer erstaunlichen Genauigkeit tangentieren, - so genau dass ein Zufall ausgeschlossen werden kann. Und das in einer über 3000 Jahren alten Sanskrit-Schrift! Die westliche Wissenschaft kennt diese Daten nur seit ca. 200 Jahren ...
Für einen Astrologen, der immer wieder von der realen Welt über die Richtigkeit der Astrologie überzeugt wird, gibt es keinen Zweifel an der Existenz Gottes, die ordnende Kraft und Intelligenz im Universum.

Dieses Transit-Chart ist westlich, d.h. rund, dargestellt
Moderne Computer-Programme machen uns in der vedischen Astrologie das Leben viel einfacher ... denn schon wenn man nur die Grundzüge der Berechnungen verstanden hat, kommt man aus dem Staunen nicht heraus, wenn man in Indien in der einfachen Schilfhütte eines guten Astrologen sitzt, der einem mit wackligen Linien ein Geburtshoroskop von Hand aufzeichnet, und dabei auch noch die Position der momentanen Transit-Planeten auswendig weiss und über deren Einflüsse spricht.
Man sollte auf alle Fälle sehr bescheiden werden und auf keinen Fall aufgeblasen seine eigenen mehrseitigen Computerausdrucke mit all den Tabellen (Rasi und Vargacharts) herausziehen und versuchen, dies dem Astrologen unterzujubeln, denn dann wird er das nur ärgerlich zurückweisen und in einen längeren Vortrag verfallen, dass das Erstellen des Geburtshoroskops die Intuition des Astrologen öffnet, und dass das die eigentliche Kunst sei, viel mehr als das blosse Betrachten eines ausgedruckten Diagramms. Mit anderen Worten: Wir erhalten einen längeren Vortrag, in dem uns der indische Astrologe mit seiner Rhetorik ganz einfach abhängt ... und alles, was wir denken, ist: "Der sprengt meinen Verstand!"


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